Leserwahl (13) Ohrstereo-Wandlung in echten 3D-Lautsprecherraumklang

Ideenwettbewerb "Großer Klang": Ohrstereo-Wandlung in echten 3D-Lautsprecherraumklang

Beschreibung der Idee:

Ohrstereo- oder Kunstkopfaufnahmen lassen nur über Kopf- bzw. Ohrhörer einen echten 3D-Raumklang zu. Demgegenüber ist ein 5.1- oder 7.1 Surroundsound nur ein flacher "NiceTry"-Abglanz. DVDs und BluRay-Medien halten allerdings standardmässig bis zu 8 separate Audiokanäle bereit, um daraus 8 Lautsprecher anzusteuern, die aus 8 Raumecken einen vollständigen 3D-Klangraum aufzuspannen könnten. Der 8. Kanal ist zwar nur für den Subwoofer des 7.1-Surroundsound-Systems in Heimkinoanlagen vorgesehen, unterliegt aber prinzipiell keiner Bandbreitenbeschränkung, so dass die Subwoofer-Signale mittels Tiefpassfilter aus den übrigen Kanälen extrahiert werden könnten, zumal die Bässe für die Klangortung ohnehin irrelevant sind.

Wenn es also gelingen würde, aus den beiden Audiokanälen von Ohrstereo-Aufnahmen mittels des Spatial-Array-ICs im Sinne des binauralen Gehirn-Hologramms 8 Lautsprecherkanäle phasen- und amplitudenmässig zu extrahieren, hätte man für den plastischen Höreindruck auch ohne Ohrhörer (also über Lautprecher in den 8 Ecken des quaderförmigen Hörraums) eine deutlich überlegene 3D-Alternative zum herkömmlichen Surroundsound, wobei der Subwoofer irgendwo im Raum plaziert sein kann und der Hörer nicht auf eine bestimmte Position im Hörraum festgelegt ist, was bei einer Lautsprecherwiedergabe von Ohrstereoaufnahmen mit blosser Überspechkompensation noch der Fall ist.

Da ich Ohrstereo-Aufnahmen aus den 70er Jahren auf Vinylschallplatten und aus den späten 80er Jahren auf CD gesammelt habe, hätte man damit bereits geeignetes Aufnahme-Ausgangsmaterial (als WAV-Datei)für ein experimentelles Wiedergabeszenario. Klangbeispiele, die den 3D-Eidruck über einen offenen Ohrhörer (Walkman-Typ) vermitteln, sind über WikiPedia (Kunstkopf / Binaurale Tonaufnahme) zu finden.