8-Bit-Mikrocontroller

Fünf neue Familien mit über 60 Komponenten

28. April 2022, 8:57 Uhr | Iris Stroh
8-Bit-MCUs
65 neue 8-Bit-Mikrocontroller aus den PIC- und AVR-Serien
© Microchip Technology

Microchip Technology investiert weiter in 8-Bit-MCUs und bringt fünf neue Produktfamilien mit über 60 neuen Bausteinen auf den Markt.

In den letzten 50 Jahren ist der Markt für 8-Bit-MCUs stetig gewachsen. Microchip Technology ist der größte Anbieter im 8-Bit-Segment und erwartet auch weiterhin Wachstum in diesem Leistungssegment der Mikrocontroller. Deshalb erweitert Microchip Technology sein bestehendes Portfolio um folgende fünf neue Produktfamilien aus den PIC- und AVR-Serien: PIC16F171 MCU-Familie (14 Bausteine), PIC16F181 MCU-Familie (14 Bausteine), PIC16F180 MCU-Familie (16 Bausteine), AVR-DD MCU-Familie (12 Bausteine) und PIC18-Q71 MCU-Familie (9 Bausteine).

Laut Microchip zeichnen sich die neuen PIC- und AVR-MCUs durch eine hohe Verarbeitungsleistung, eine einfache Kommunikation mit anderen Bausteinen und interessanter analoger Peripherie aus. Sie sind hochkonfigurierbar, sodass keine Änderungen an der Leiterplatte (PCB) vorgenommen werden müssen. Die neuen MCUs kombinieren ASIC-ähnliche Fähigkeiten mit einer einfachen Entwicklungserfahrung, was die traditionellen MCU-Fähigkeiten erweitert und sie als Bausteine mit intelligenter Peripherie auszeichnet. Dazu zählen der softwaregesteuerte Operationsverstärker der Serie PIC16F171, Multi-Voltage-I/Os (MVIO) und A/D-Wandler mit Berechnung (ADCC). Damit lassen sich Anwendungen aufwerten, die ansonsten keine herkömmlichen MCUs verwenden würden.

Die Herausforderung, mehrere Spannungsdomänen zu überbrücken, ist eine häufige Situation in Systemen, die ICs mit unterschiedlichen Versorgungsspannungen enthalten (z.B. Anschluss eines 1,8-V-Sensors an eine 5-V-MCU). Für diese Systeme ist normalerweise ein Pegelwandler erforderlich, der die Kosten erhöht. Die MVIO-Peripherie der neuen 8-Bit-MCUs, einschließlich der Serie AVR DD, ermöglicht es einem einzelnen Port der MCU, in einem anderen Spannungsbereich als der Rest der MCU zu arbeiten. Damit erübrigen sich zusätzliche externe Komponenten.

Einige Systeme erfordern ein Maß an Geschwindigkeit und Reaktionszeit, das mit softwarebasierter Verarbeitung nur schwer zu erreichen ist. Die Core-unabhängige Peripherie (CIPs; Core Independent Peripherals), die sich im gesamten PIC- und AVR-MCU-Angebot von Microchip findet, lässt sich mit dem MPLAB Code Configurator (MCC) anpassen, um einfach zu einer Hardware-Verarbeitungskette verbunden zu werden. Damit lässt sich benutzerdefinierte Peripherie erstellen, die die Zykluszeiten der Softwareverarbeitung eliminiert. So kann ein WS2812-LED-Array, das ein einzigartiges Timing erfordert, um korrekt angesteuert zu werden, einfach durch die Konfiguration einer Super-Peripherie gesteuert werden, die aus einem Pulsweitenmodulator (PWM), einer SPI-Schnittstelle und der konfigurierbaren Logikzelle (CLC) besteht.

Das 8-Bit-MCU-Angebot ist Pin-zu-Pin-kompatibel, sodass eine alternative PIC- oder AVR-MCU gewählt werden kann, wenn mehr Leistungsfähigkeit benötigt wird oder wenn ein Kunde die Produktverfügbarkeit maximieren und gleichzeitig die Anforderungen an das Redesign minimieren möchte.

Microchip bietet ein komplettes Entwicklungs-Ökosystem aus Hardware- und Softwaretools, darunter die integrierten Entwicklungsumgebungen (IDEs) MPLAB X und MPLAB Xpress sowie den MPLAB Code Configurator (MCC), der eine intuitive grafische Benutzeroberfläche zum Erstellen eines fertigungsreifen Setups und Anwendungscodes für 8-Bit-MCU-basierte Projekte bietet.

Alle fünf neuen MCU-Serien werden derzeit bemustert.

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