Prozessoren

Energieeffizient und für KI im Edge geeignet

3. Juni 2022, 6:38 Uhr | Iris Stroh
Sitara AM62
Neue Prozessoren verbessern die Zugänglichkeit der Edge-KI-Technik bei gleichzeitiger Halbierung des Stromverbrauchs
© Texas Instruments

Energieeffizient und für KI im Edge geeignet Die Prozessoren aus der Sitara-AM62-Reihe von Texas Instruments helfen nicht nur beim Einsatz von KI im Edge, sondern ermöglichen mit ihrem stromsparenden Design auch die Unterstützung von Dual-Screen-Displays und kompakten HMI-Applikationen.

TI wird die neuen Prozessoren auf der Embedded World in Nürnberg (21. bis 23. Juni 2022) zeigen (Halle 3A, Stand 215) und bei dieser Gelegenheit auch Systemlösungen für Edge-KI und HMI-Anwendungen zum Laden von Elektrofahrzeugen demonstrieren.

Die kommende Generation von Mensch-Maschine-Schnittstellen wird neue Wege für die Interaktion mit Maschinen ebnen, wie etwa mit Gestenerkennung zum Eingeben von Befehlen in lauten Fabrikumgebungen oder mit der Steuerung von Maschinen über drahtlos angebundene Smartphones oder Tablets. Indem man HMI-Applikationen durch Edge-KI-Funktionen mit maschineller Bildverarbeitung, Analytik und vorausschauender Instandhaltung aufwertet, lässt sich der HMI eine neue Dimension verleihen, die über eine reine Bedienoberfläche hinausgeht und eine echte Interaktion zwischen Mensch und Maschine einschließt. Die AM62-Prozessoren bringen mit niedrigem Stromverbrauch Analytik-Funktionen in Edge Devices ein. Unter anderem gibt es Suspend-Modi mit nur 7 mW Leistungsaufnahme, und zudem müssen beim Design keine thermischen Aspekte berücksichtigt werden, sodass die genannten Fähigkeiten auch in Anwendungen mit beengten Platzverhältnissen oder für industrielle Umgebungen eingesetzt werden können.

Intelligenz erobert neue Anwendungsbereiche dank kosteneffektiver Edge-KI

Beginnend bei einem Preis von weniger als 5 Dollar, können Entwickler mit dem AM62-Prozessor ihre HMIs aufwerten, und zwar mithilfe von kostengünstigen Analysefunktionen. Dafür stehen elementare kamerabasierte Bildverarbeitungs- und Edge-Funktionen wie das Detektieren und Erkennen von Objekten zur Verfügung. Zusätzlich ermöglichen die AM62-Prozessoren Dual-Screen-Displays in Full-HD-Auflösung sowie die Unterstützung mehrerer Betriebssysteme wie etwa Mainline Linux und Android. Die AM62-Prozessoren unterstützen außerdem sowohl die leitungsgebundene als auch die drahtlose Konnektivität.

Laut Unternehmensangabe lässt sich mit den AM62-Prozessoren die Leistungsaufnahme in industriellen Anwendungen gegenüber konkurrierenden Bausteinen um bis zu 50 Prozent senken. Eine mit AA-Batterien versorgte Applikation kann folglich mehr als 1.000 Stunden in Betrieb sein. Möglich ist dies dank einer vereinfachten Stromversorgungs-Architektur, denn der Baustein arbeitet mit nur zwei dedizierten Versorgungsspannungen und fünf Power-Modi. Der Deep-Sleep-Modus mit weniger als 5 mW sorgt für eine längere Batterielebensdauer, während die Core-Versorgungsspannung von 0,75 V eine aktive Leistungsaufnahme von unter 1,5 W zulässt. Diese Absenkung der System-Verlustleistung verlängert die Batterielebensdauer und hilft den Entwicklern bei der Einhaltung der Designanforderungen für Handheld-Produkte oder größenbeschränkte, überall installierbare Geräte. Zusätzlich erleichtert wird das Erzielen optimaler Stromverbrauchs-Eigenschaften durch den Companion-PMIC TPS65219, der eigens für die Stromversorgungs-Anforderungen des AM62-Prozessors entwickelt wurde.

Einfachere Entwicklung durch Hard- und Softwaretools und weitere Ressourcen

Die Palette von Tools und Ressourcen, die für AM62-Prozessoren angeboten werden, bietet flexible Optionen für die Entwicklung und kann dazu beitragen, die Kosten- und Komplexitätsbarrieren beim Design zu reduzieren. Mehrere Open-Source-Softwarelösungen, darunter Mainline Linux, vereinfachen außerdem die Applikationsentwicklung und helfen die Markteinführungszeit zu verkürzen. Ein reichhaltiges Hardware-Ökosystem, zu dem auch ein ab 25,- US-Dollar lieferbares Evaluierungsmodul (EVM) eines Drittanbieters gehört, verhilft Designern zu einem schnelleren Start bei der Entwicklung eigener Applikationen.

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