Knorr-Bremse Zukunftsweisendes Entwicklungszentrum

Das neue Entwicklungszentrum des Knorr-Bremse-Konzerns in München ist offiziell eröffnet worden. In dem Neubau finden sich auf einer Fläche von knapp 17.000 Quadratmetern auf fünf Etagen insgesamt 100 Prüfstände und Testeinrichtungen.

Insgesamt 90 Mio. Euro hat Knorr-Bremse in das Entwicklungszentrum investiert, das in weniger als zwei Jahren Bauzeit fertiggestellt und in Betrieb genommen werden konnte. Im Münchener Entwicklungszentrum sind bis zu 350 Experten aus Ingenieurswesen, Versuchstechnik, Werkstofflehre in den Werkstätten und Laboren tätig. Durch die räumliche Nähe von Büroarbeitsplätzen zu Werkstätten und Laboren sollen die Forscher ihre Ideen und Anwendungen schnell testen und prüfen können.

Ziel ist es, die nächste Generation von Bremssystemen für Schienen- und Nutzfahrzeuge zu entwickeln, die den zukünftigen Anforderungen Rechnung trägt. Beispielsweise arbeiten die Knorr-Bremse Entwickler im Bereich Systeme für Schienenfahrzeuge an Lösungen, die ein verschleißarmes und punktgenaues Abbremsen von Zügen ermöglichen sollen – unabhängig von Beladungszuständen oder Witterungseinflüssen. Damit können Taktzeiten verkürzt und die Pünktlichkeit weiter verbessert werden.

Im Bereich Systeme für Nutzfahrzeuge zielt eine neue Generation der Bremsensteuerung von Knorr-Bremse auf komplexe Steuerungsvorgänge, die vor dem Hintergrund einer sich weiter durchsetzenden Funktion der Fahrerassistenz sowie der Automatisierung von Fahrfunktionen für das automatisierte Fahren erforderlich werden. Durch die intelligente Vernetzung von Bremssteuerung mit weiteren Subsystemen wie zum Beispiel der Lenkung kann Knorr-Bremse erweiterte automatisierte Fahrfunktionen anbieten, wie die bislang nur aus dem Pkw-Bereich bekannte aktive Spurhaltung auf Autobahnen sowie neue nutzfahrzeugspezifische Funktionalitäten wie Platooning, das automatisch gesteuerte Kolonnenfahren in geringem Abstand, oder autonomes Fahren auf dem Speditionshof (Yard-Maneuvering).