Blockchain-basierter Service ZF gliedert Transaktionsdienst Car eWallet aus

Der auf Blockchain-basierte Service Car eWallet  wird von ZF Friedrichshafen ausgegliedert. Die Weiterentwicklung und Vermarktung wird in einem eigenen Start-Up erfolgen.
Der auf Blockchain-basierte Service Car eWallet wird von ZF Friedrichshafen ausgegliedert. Die Weiterentwicklung und Vermarktung wird in einem eigenen Start-Up erfolgen.

ZF hat die Gesellschaft Car eWallet mit Sitz in Berlin gegründet und gliedert damit die aktuellen Aktivitäten des gleichnamigen Transaktionsdienstes Car eWallet in ein Start-up-Unternehmen aus. Ziel: die Weiterentwicklung und Vermarktung des Blockchain-basierten Service.

Das hochautomatisierte und voll autonome Fahren sowie die Elektromobilität werden die Fahrzeuganbindung an Bezahldienste erfordern. Denn nur mit ihrer Hilfe können fahrerlose Pkw gebührenpflichtige Dienste wie das Befahren von Mautstrecken, das Bezahlen von Parkgebühren oder das Aufladen der Batterie eigenständig ohne Gegenwart des Fahrers nutzen. ZF hat Car eWallet erstmals im Januar 2017 als Blockchain-basierte Plattform vorgestellt. Damit entstand eine offene Automotive-Transaktionsplattform für mobilitätsbezogene Dienstleistungen, die technische Dienste, digitalen Handel und bargeldloses Bezahlen zwischen Herstellern, Zulieferern, Dienstleistern und Nutzern vereinfachen soll. Die Resonanz auf die Technologie war nach Herstelleraussagen von Beginn an positiv.

»Wir werden Car eWallet nun mit Tempo zur Marktreife entwickeln«, erklärt Alexander Graf von ZF Friedrichshafen, der Car eWallet ursprünglich mit erfunden hat und es aktuell leitet. »Dafür haben wir nun alle notwendigen organisatorischen Weichenstellungen vorgenommen.«

Alle Aktivitäten zur Entwicklung und Vermarktung der Technologie werden aus dem ZF-Konzern ausgegliedert und in das Start-up-Unternehmen Car eWallet eingebracht. Dieses wird der Zulieferer in einer ersten Finanzierungsphase mit Startkapital ausstatten, für die Anschlussfinanzierung wird das Start-up externe Investoren werben. Das neu gegründete Start-up profitiert dabei von den Erfahrungen aus der zeitlich befristeten Kooperation zwischen ZF und den bisherigen Projektpartnern, IBM und der globalen Bank UBS.