Neue Lidar-Technologie entwickeln ZF beteiligt sich an Ibeo Automotive Systems

Der autonome Audi TTS der Stanford Universität, genannt Shelley, nutzt die Lidar-Technologie von Ibeo. Auf diese setzt künftig auch ZF Friedrichshafen.
Der autonome Audi TTS der Stanford Universität, genannt Shelley, nutzt die Lidar-Technologie von Ibeo. Auf diese setzt künftig auch ZF Friedrichshafen.

Mit 40 Prozent steigt ZF Friedrichshafen bei Ibeo Automotive Systems, Entwickler von Lidar-Technologie und Software zur Umgebungserkennung, ein. Beide Bereiche sind Voraussetzung für vollautomatisiertes Fahren.

Lidar-Sensoren ergänzen die bisher von ZF genutzte Radar- und Kameratechnik. Vor allem soll die von Ibeo geleistete Fusion dieser drei Sensor-Technologien dem Zulieferer hervorragende Ergebnisse in der Umgebungswahrnehmung als Schlüsseltechnik für das vollautomatisierte Fahren bringen. „Mit Lidar haben wir Zugriff auf eine entscheidende Technologie der Umfeld- und Objekterkennung“, begründet der ZF-Vorstandsvorsitzende Dr. Stefan Sommer den Einstieg bei Ibeo.

Mit ZF wird Ibeo den nächsten und für die Anwendung in Fahrzeugen bedeutenden Technologiesprung machen: die mit dem Friedrichshafener Zulieferer entwickelte Lidar-Generation wird die Umgebung dreidimensional abbilden können und ohne rotierende Spiegel auskommen, wie sie derzeitige Lidar-Systeme beinhalten. Durch die Solid-State-Technologie wird die Lidar-Technologie kompakter und lässt sich besser in Fahrzeuge integrieren. 

Die technologischen Wurzeln von Ibeo reichen bis 1998 zurück. In den schnell wachsenden Marktsegmenten Sensorik und Umfelderkennung wird das Hamburger Unternehmen mittelfristig von aktuell gut 50 auf 250 Mitarbeiter wachsen und ein Autonomous Driving Competence Center (AD-CC) aufbauen. Ziel des AD-CC ist die Serienentwicklung und -vermarktung von Lösungen zum hoch- und vollautomatisierten Fahren.