Coronakrise Volvo will 1.300 Stellen in Schweden abbauen

Der Fahrzeughersteller Volvo Cars will in seiner schwedischen Heimat über Tausend Stellen abbauen.
Der Fahrzeughersteller Volvo Cars will in seiner schwedischen Heimat über Tausend Stellen abbauen.

Volvo Cars will in seiner schwedischen Heimat über Tausend Stellen abbauen. Die Positionen von 1.300 Angestellten werden gestrichen, teilte der Autobauer mit. Darüber hinaus werde die Zahl der Berater um etwa 300 verringert, sagte Konzernchef Håkan Samuelsson im schwedischen Radio.

Damit wolle man die Kosten senken und das Geschäft neu ausrichten, erklärte Volvo. Auch die Coronavirus-Pandemie habe zu dem Entschluss beigetragen. «Die Corona-Krise trifft die Wirtschaft mehr als wir anfangs angenommen haben», sagte Samuelsson. Man könne von den Kunden nicht erwarten, dass sie weiter an denselben Produkten interessiert seien, wenn die Nachfrage in einigen Monaten hoffentlich wieder steige.

Der Pkw-Hersteller ist seit vielen Jahren vom Nutzfahrzeughersteller Volvo AB getrennt und gehört seit 2010 dem chinesischen Autokonzern Geely, der auch an Volvo AB beteiligt ist. Volvo Cars hat weltweit 41.500 Mitarbeiter, darunter rund 12.000 Angestellte und 12.000 Arbeiter in Schweden.

Der Produktionsbetrieb soll von Volvos Schritten nicht betroffen sein. Der Konzern hatte seine Produktion in Schweden sowie im belgischen Gent Anfang vergangener Woche wiederaufgenommen, nachdem mehrere Werke wegen des Corona-Ansteckungsrisikos unter den Angestellten Ende März geschlossen worden waren. Die Wiedereröffnung des Werks im US-Staat South Carolina ist für den 11. Mai geplant.

Volvo Cars will sich zunehmend vom Verbrennungsmotor verabschieden. Stattdessen treiben die Schweden unter anderem die Elektrifizierung von Fahrzeugen sowie die Entwicklung selbstfahrender Autos voran.