Marktzahlen Volkswagen steigert Umsatz und Ergebnis

Für das Gesamtjahr will der VW-Konzern seinen Umsatz um 5 % gegenüber dem Vorjahr steigern.
Für das Gesamtjahr will der VW-Konzern seinen Umsatz um 5 % gegenüber dem Vorjahr steigern.

Trotz schwieriger Marktbedingungen konnte der Volkswagen-Konzern seinen Umsatz von Januar bis September 2019 steigern. Auch für das Gesamtjahr will das Unternehmen seine Gewinnprognosen einhalten.

Der Volkswagen-Konzern steigerte in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres seine Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 6,9 % von 174,6 auf 186,6 Mrd. Euro. Das operative Ergebnis vor Sondereinflüssen stieg um 11,2 % auf 14,8 Mrd. Euro. Als Grund dafür gibt der Konzern vor allem Verbesserungen im Mix sowie bei der Fair-Value-Bewertung auf Derivate an.

»Der Volkswagen Konzern behauptet sich gut in einem herausfordernden Marktumfeld. Die Entwicklung in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres stimmt uns zuversichtlich, dass wir unsere Jahresziele 2019 erreichen werden«, sagt Frank Witter, Konzernvorstand für Finanzen und IT. »Die kontinuierliche Verbesserung unserer Ertragskraft ist eine wesentliche Voraussetzung, um unsere laufende Transformation aus eigener Kraft zu stemmen. Daran werden wir auch in Zukunft weiter konsequent arbeiten.«

Umsatzprognosen für das Gesamtjahr

Trotz des Zugewinns an Marktanteilen geht der Volkswagen Konzern davon aus, dass die Fahrzeugmärkte in vielen Weltregionen schneller als bislang erwartet zurückgehen werden. Vor diesem Hintergrund rechnet das Unternehmen nun damit, dass die Auslieferungen an Kunden im Jahr 2019 auf dem Niveau des Vorjahres liegen werden. Bisher war ein leichter Anstieg erwartet worden.

Seine Prognosen für Umsatz und Ergebnis bestätigt der Konzern dennoch: Die Umsatzerlöse des Volkswagen Konzerns sollen um bis zu 5 % über dem Vorjahreswert liegen. Für das operative Ergebnis vor Sondereinflüssen wird mit einer operativen Umsatzrendite zwischen 6,5 und 7,5 % gerechnet. Inklusive Sondereinflüsse wird für den Konzern eine operative Umsatzrendite am unteren Ende des kommunizierten Korridors erwartet.
Euro.

Die Zahlen einiger VW-Marken

Die Marke Volkswagen Pkw verkaufte in den ersten neun Monaten dieses Jahres 2,8 Mio. Fahrzeuge. Eine gestiegene Nachfrage verzeichneten vor allem die Modelle T-Roc, Tiguan, Touareg und Atlas. Der neue T-Cross wurde sehr positiv im Markt aufgenommen. Die Umsatzerlöse legten im Vergleich zum Vorjahr um 4,7 % auf 65,4 Mrd. Euro zu.

Der Absatz der Marke Audi belief sich im Zeitraum Januar bis September 2019 auf weltweit 900.000 Fahrzeuge. Die Umsatzerlöse gingen von 44,3 auf 41,3 Mrd. Euro zurück, was insbesondere aus der neuen Zuordnung von Mehrmarken-Importeuren zum Konzern resultiert. Belastungen aus dem WLTP-bedingt (Worldwide Harmonised Light-Duty Vehicles Test Procedure) geringeren Volumen, Modellan- und -ausläufen, höheren Vorleistungen für neue Produkte und Technologien sowie Personalkostensteigerungen führten nach Angaben des Konzerns dazu, dass das operative Ergebnis von 3,7 auf 3,2 Mrd. Euro zurückging. In den Finanzkennzahlen der Marke Audi sind die Marken Lamborghini und Ducati enthalten.

Die Marke Škoda steigerte ihren Absatz im Berichtszeitraum auf 805.000 Fahrzeuge. Ein Plus von 15,3 % im Vergleich zum Vorjahr. Die Umsatzerlöse waren mit 14,8 Mrd. Euro um 17,6 % höher als ein Jahr zuvor. Mit 1,2 Mrd. Euro war das operative Ergebnis um 92 Mio. Euro höher als im Vorjahr. Negative Effekte aus Kostensteigerungen, Wechselkursen und höheren Vorleistungen für neue Produkte konnten durch Volumensteigerungen, Mixoptimierungen und Preismaßnahmen mehr als ausgeglichen werden.

In den ersten neun Monaten 2019 setzte die Marke Seat 517.000 Tausend Fahrzeuge ab. Das waren 11,8 % mehr als im Vorjahr. Die Umsatzerlöse übertrafen mit 8,8 Mrd. Euro den Wert der Vorjahresperiode um 14,0 %.

Porsche setzte von Januar bis September 2019 weltweit 205.000 Fahrzeuge ab und übertraf damit den Vergleichswert des Vorjahres um 7,7 %. Die Umsatzerlöse betrugen 18,7 Mrd. Euro. Das operative Ergebnis vor Sondereinflüssen lag mit 3,2 Mrd. Euro auf dem Niveau des Vorjahres.