Bosch-Bilanz 2018 Umweltfreundlich und trotzdem hochprofitabel

Dr. Volkmar Denner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH: »Klimawandel ist keine Science-Fiction. Er findet real statt. Wollen wir das Pariser Klimaabkommen ernst nehmen, darf Klimaschutz nicht nur als langfristiges Fernziel verstanden werden. Er muss kurzfristig stattfinden«.
Dr. Volkmar Denner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH: »Klimawandel ist keine Science-Fiction. Er findet real statt. Wollen wir das Pariser Klimaabkommen ernst nehmen, darf Klimaschutz nicht nur als langfristiges Fernziel verstanden werden. Er muss kurzfristig stattfinden«.

Zwei Aspekte beherrschten die Präsentation der Bilanz 2018 des Stuttgarter Bosch-Konzerns: Einerseits ein neuer Rekordumsatz von 78,5 Mrd. Euro bei einem operativen Gewinn von 5,5 Mrd. Euro und andererseits erhebliche Fortschritte auf dem Weg zur Klimaneutralität des Unternehmens.

Für die Bosch-Gruppe war 2018 nach eigener Einschätzung ein erfolgreiches Geschäftsjahr. Das Unternehmen steigerte den Umsatz auf einen neuen Höchstwert von 78,5 Mrd. Euro. Das operative Ergebnis (EBIT) erreichte 5,5 Mrd. Euro. Trotz hoher Vorleistungen für beispielsweise die Elektrifizierung und Automatisierung des Verkehrs verbesserte sich die operative EBIT-Marge 2018 erneut. Sie stieg von 6,8 Prozent im Jahr 2017 auf 7,0 Prozent. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung erhöhte Bosch auf 7,3 Mrd. Euro beziehungsweise 9,3 Prozent des Umsatzes. Die Investitionen in Sachanlagen kletterten um 14 Prozent auf 4,9 Mrd. Euro bzw. 6,3 Prozent vom Umsatz. Fast 8000 neue Arbeitsplätze hat Bosch 2018 weltweit geschaffen, mehr als die Hälfte davon in Forschung und Entwicklung.

Für das laufende Jahr erwartet Bosch eine nur verhaltene wirtschaftliche Entwicklung. Die Weltwirtschaft soll nach Prognose des Unternehmens um lediglich 2,3 Prozent wachsen. Unter anderem belasten Handelskonflikte, die hohe Verschuldung europäischer Länder und die rückläufige Automobilproduktion die Weltkonjunktur. Trotz des schwierigen Umfeldes in für Bosch wichtigen Branchen und Regionen rechnet das Unternehmen für 2019 mit einem Umsatz leicht über Vorjahresniveau. In den ersten drei Monaten lag der Umsatz nahezu auf dem Niveau des Vorjahres. Ungeachtet der kurzfristigen Perspektiven verstärkt die Bosch-Gruppe ihre Anstrengungen für den Klimaschutz und mehr Luftqualität.

»Klimawandel ist keine Science-Fiction. Er findet real statt. Wollen wir das Pariser Klimaabkommen ernst nehmen, darf Klimaschutz nicht nur als langfristiges Fernziel verstanden werden. Er muss kurzfristig stattfinden«, erklärte Dr. Volkmar Denner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH, anlässlich der Bilanzpressekonferenz. »Auch dem Wunsch der Menschen nach guter Luftqualität in Städten fühlen wir uns verpflichtet. Als Innovationsführer wollen wir technische Antworten auf ökologische Fragen liefern.« Denner weiter: »Fahrverbote, Diesel-Proteste, Gelbwesten- und Freitagsdemonstrationen – all das zeigt, dass wir wirtschaftlichen Klimaschutz und neue Lösungen für Luftqualität in Städten brauchen, auch um das gesellschaftliche Klima zu stabilisieren

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Der Bosch-Konzern in Zahlen

Die Bosch-Bilanz 2018: Hochprofitabel und klimaneutral bis 2020

Ab 2020 erstes klimaneutrales Industrieunternehmen

Nach Angaben der Internationalen Energieagentur IEA entfällt nahezu ein Drittel der weltweiten Kohlendioxid-Emissionen auf die Industrie. Bosch intensiviert deshalb seine bereits erfolgreichen Anstrengungen zur CO2-Reduzierung. »Wir sind das erste große Industrieunternehmen, das das ehrgeizige Ziel der CO2-Neutralstellung in nur gut einem Jahr realisiert. Ab 2020 wird Bosch keinen CO2-Fußabdruck mehr hinterlassen«, kündigte Denner an. »Alle 400 Bosch-Standorte rund um den Globus werden von 2020 an klimaneutral sein.« Dazu setzt das Unternehmen auf vier wesentliche Hebel. Bosch steigert die Energieeffizienz, erhöht den Anteil regenerativer Energien an der Energieversorgung, kauft vermehrt Ökostrom zu und kompensiert unvermeidbaren CO2-Ausstoß. 3,3 Mio. Tonnen CO2 sollen so bis 2020 neutralisiert werden.