Bosch-Bilanz 2018 Umweltfreundlich und trotzdem hochprofitabel

Geschäftsjahr 2018: Unternehmensbereiche und Regionen

»Das Geschäftsjahr 2018 war für die Bosch-Gruppe ein erfolgreiches Jahr«, sagte Prof. Dr. Stefan Asenkerschbaumer, Finanzchef und stellvertretender Vorsitzender der Bosch-Geschäftsführung. Umsatz und Ergebnis lagen erneut auf dem hohen Niveau von 2017. Der Umsatz erreichte 78,5 Mrd. Euro. Wechselkursbereinigt stieg der Umsatz ohne Konsolidierungseffekte um fünf Prozent, nominal um 2,2 Prozent. Das operative Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern (operatives EBIT) erreichte 5,5 Mrd. Euro nach 5,3 Mrd. Euro im Vorjahr. Trotz hoher Vorleistungen in Zukunftsfelder stieg die operative EBIT-Marge von 6,8 Prozent im Jahr 2017 auf 7,0 Prozent. »Ungeachtet der wirtschaftlichen Herausforderungen werden wir auch 2019 hohe Summen in die Erschließung neuer Technik- sowie Geschäftsfelder und somit in die Zukunftssicherung des Unternehmens investieren«, betonte Asenkerschbaumer. »Auch unser Beitrag zur CO2-Reduzierung und damit zum Klimaschutz wird sich nicht nach der Kassenlage richten, sondern ist von nachhaltiger Natur.«

Alle Unternehmensbereiche von Bosch haben 2018 zum guten Geschäftsverlauf beigetragen: Der Umsatz im Unternehmensbereich Mobility Solutions stieg um 3,5 Prozent auf 47,6 Mrd. Euro, wechselkursbereinigt ein Plus von 5,8 Prozent. Damit ist Bosch in dem Bereich erneut stärker gewachsen als die weltweite Automobilproduktion. Die operative EBIT-Rendite erreicht mit 7,1 Prozent nahezu den Vorjahreswert. Der Unternehmensbereich Consumer Goods erzielte 17,8 Mrd. Euro Umsatz. Der Rückgang um 3,1 Prozent entspricht wechselkursbereinigt einem Umsatzplus von 0,7 Prozent. Eine abgeschwächte Nachfrage in aufstrebenden Märkten und ein zunehmender Wettbewerbsdruck in China waren die Hauptgründe für das geringe Wachstum. Die operative EBIT-Rendite liegt mit 7,8 Prozent leicht unter Vorjahr. Im Unternehmensbereich Industrial Technology stiegen die Erlöse auf 7,4 Mrd. Euro. Das ist ein Zuwachs von 8,8 Prozent, wechselkursbereinigt von 11,7 Prozent. Die operative EBIT-Rendite stieg um mehr als fünf Prozentpunkte auf 8,4 Prozent. Im Unternehmensbereich Energy and Building Technology legte der Umsatz um 2,4 Prozent auf 5,6 Mrd. Euro zu. Wechselkursbereinigt ist das ein Wachstum von 5,1 Prozent. Die operative EBIT-Rendite blieb mit 4,2 Prozent nahezu stabil.

Das Geschäftsjahr 2018 nach Regionen und Personalentwicklung

In Europa stiegen die Erlöse um 3,3 Prozent auf 41,4 Mrd. Euro, wechselkursbereinigt um 4,8 Prozent. In Nordamerika erreichte der Umsatz 12,3 Mrd. Euro. Der Zuwachs von 2,7 Prozent entspricht wechselkursbereinigt einem Anstieg um 7,4 Prozent. In Südamerika erholte sich das Geschäft mit einem wechselkursbereinigten Umsatzwachstum von 11,6 Prozent. Die Erlöse lagen bei 1,4 Mrd Euro. Nominal ging der Umsatz um 6,2 Prozent zurück. In Asien- Pazifik einschließlich Afrika erwirtschaftet Bosch mittlerweile knapp 30 Prozent vom Gesamtumsatz. In der Region stieg der Umsatz wechselkursbereinigt um 3,7 Prozent auf 23,4 Mrd. Euro. Nominal beträgt der Zuwachs 0,7 Prozent.

Zum Stichtag 31. Dezember 2018 beschäftigte die Bosch-Gruppe weltweit rund 410.000 Menschen. Das sind etwa 7700 Mitarbeiter mehr als im Vorjahr. Die Mitarbeiter baute Bosch vor allem in den Regionen Europa und Asien-Pazifik auf. In Deutschland stieg die Zahl der Beschäftigten um rund 1700. Bosch beschäftigt zwischenzeitlich knapp 70.000 Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung, rund 4000 mehr als im Vorjahr. 27.000 Mitarbeiter sind Software- und IT-Experten. Diese Zahl soll weiter steigen. »In den nächsten fünf Jahren plant Bosch, knapp 25.000 IT- und Software-Experten weltweit neu einzustellen«, erklärte Denner.