Continental auf der IAA Nutzfahrzeuge Sensor zur Regulierung des Höhenniveaus von Fahrzeugen

Die elektronische Luftfeder: Der UHP-Sensor reguliert die Höhenlage und den Druck von Luftfedern mittels Ultraschall.
Die elektronische Luftfeder: Der UHP-Sensor reguliert die Höhenlage und den Druck von Luftfedern mittels Ultraschall.

Continental hat einen Sensor entwickelt, der mit Ultraschall die Höhenlage und den Druck von Luftfedern misst. Durch den Ultrasound Height and Pressure Sensor wird es künftig möglich sein, elektronisch das Höhenniveau von Fahrzeugen zu regulieren und so die Effizienz von Stadtbussen zu verbessern.

Die neue Sensortechnologie bedeutet insbesondere für Stadtbusse weniger Energieverluste und mehr Effizienz. Durch Straßenschwellen, unebene Bodenbeläge oder Höhenunterschiede an Haltestellen muss der Fahrer im täglichen Linienverkehr immer wieder das Fahrniveau des Busses verändern. Bislang erfolgte das vor allem mechanisch und bei den meisten Fahrzeugen auf einem einheitlichen Fahrniveau mit nur einem möglichen Soll-Wert. Um an Haltestellen eine Seite des Busses abzusenken, musste die Luft einmal komplett aus der Feder entweichen. Durch den Ultrasound Height and Pressure Sensor (UHP-Sensor) erfolgt die Steuerung der Luftfeder elektronisch und automatisch.
 
Der Sensor misst via Ultraschall die aktuelle Höhenlage und den Druck in der Luftfeder und sendet die Werte an das Steuergerät, das automatisch die Ventile der Luftfeder öffnet oder schließt. Dafür sind in dem Steuergerät Soll-Werte hinterlegt, die der Fahrer vor Fahrantritt entsprechend seiner Fahrstrecke in der Stadt oder auf der Autobahn wählen kann. So kann das entsprechende Fahrniveau durch die permanente Überwachung zwischen Steuerung und Feder gehalten werden und das elektromechanische Regelventil reagiert nicht auf jeden Impuls. Der Vorteil: Die Höhe und der Druck können exakt bestimmt werden. Diese Funktion vermeidet, dass beim Absenken oder Anheben des Busses unnötige Energie verloren geht. Mit dieser Lösung für Luftfedern ist Continental ein Vorreiter im Markt.

In einem nächsten Schritt soll die Luftfeder Signale bei Überlastung oder Störungen über die Sensortechnologie senden und eine vorausschauende Wartung ermöglichen. So können unvorhergesehene Defekte und damit Ausfallzeiten der Fahrzeuge sowie das Risiko von Unfällen reduziert werden. Damit steigt die Sicherheit im Straßenverkehr.

Neues hitzebeständiges Material

Durch die größeren Abgasanlagen der emissionsarmen Euro 6-Motoren sitzt die Luftfeder in Stadtbussen näher als zuvor am Motor oder anderen Wärmequellen und ist dadurch hohen Temperaturen ausgesetzt. Speziell für diesen Einsatz hat Continental ein Material entwickelt, das auch bei derartigen Bedingungen hitzebeständig ist. So können die Luftfedern trotz der hohen Temperaturen über zwei Millionen Lastenwechsel realisieren.

Die Luftfeder mit Sensortechnologie ist eines der Produkte, die der Zulieferer auf der IAA Nutzfahrzeuge zeigen wird.