Restrukturierung von Ford in Europa Profitabilität und Effizienz bei mehr elektrifizierten Autos

Der neue Ford Puma kommt in Deutschland Anfang 2020 auf den Markt – das Crossover-Fahrzeug im SUV-Stil ist mit Mildhybrid-Antriebstechnik ausgestattet.
Der neue Ford Puma kommt in Deutschland Anfang 2020 auf den Markt – das Crossover-Fahrzeug im SUV-Stil ist mit Mildhybrid-Antriebstechnik ausgestattet.

Ab 01. Juli 2019 wird das europäische Geschäftsmodell mit neuer Organisationsstruktur von Ford wirksam. Drei Geschäftsbereiche erleichtern schnelle Entscheidungsprozesse und elektrifizierte Antriebe in allen Fahrzeuglinien sollen die anvisierten CO2-Einsparungen ermöglichen.

Als Teil der umfangreichen Restrukturierung in Europa startet Ford mit einem neuen Geschäftsmodell und einer frischen Modellpalette. Das neue europäische Geschäftsmodell und die daraus resultierende Organisationsstruktur sind ab dem 1. Juli wirksam. Die drei Geschäftsbereiche – Nutzfahrzeuge, Personenkraftwagen und Importmodelle – erleichtern schnelle Entscheidungsprozesse, die sich am Kundenbedarf orientieren. Jeder Bereich hat eine spezifische Managementorganisation einschließlich leitender Positionen, die jeweils für das Marketing, die Produktion und Produktentwicklung verantwortlich sind.

Das Nutzfahrzeuggeschäft wird von Hans Schep geführt und befindet sich im Nutzfahrzeug-Kompetenzzentrum in Dunton (Vereinigtes Königreich).

Der Bereich Personenkraftwagen mit Sitz in Köln wird unter Roelant de Waard das künftige Portfolio von in Europa produzierten Personenkraftwagen und SUVs gestalten. Funktionsübergreifende Projektteams haben die Verantwortung über die individuellen Modelle, mit der Entscheidungsbefugnis, die Entwicklung und Produktion an Kundenbedürfnisse anzupassen. Die Entwicklung europäischer Pkw, inklusive batterie-elektrischer Modelle, wird in Köln-Merkenich gebündelt.

Das Geschäft der Importmodelle beinhaltet ein Portfolio von Nischenprodukten einschließlich Mustang, Explorer und ein vom Mustang inspiriertes batterie-elektrisch angetriebenes Performance-SUV, das Ende 2020 eingeführt werden soll.

Neue Produktlinien

Der Automobilhersteller erneuert und erweitert sein Produktangebot in Europa und wird dazu mindestens drei neue Produktlinien in den nächsten fünf Jahren vorstellen sowie den Ausbau seiner SUV Palette weiterführen.

Kraftstoffeinsparungen und CO2-Reduzierungen werden durch Verbesserungen der konventionellen Antriebe, einer länderspezifischen Anpassung des Fahrzeugportfolios und dem Angebot an neuen Hybrid- und batterie-elektrischen Antriebsoptionen erreicht. So wird jede Pkw-Modellreihe künftig mindestens eine elektrifizierte Antriebsoption anbieten – kommende batterie-elektrische Fahrzeuge werden in Europa produziert.

Effizienzsteigerung

Die Effizienz in der Ford Produktion wird durch nachfolgende Maßnahmen bis Ende nächsten Jahres verbessert:

  • Schließung des Motorenwerks in Bridgend (Südwales)
  • Schließung des Ford Aquitaine Industries Getriebe Werks in Frankreich
  • Schließung der Werke Naberezhnye Chelny und St. Petersburg sowie des Elabuga Motorenwerks in Russland
  • Verkauf des Kechnec Getriebewerks in der Slowakei an Magna

So wird die Anzahl der europäischen Ford Werke bis Ende 2020 auf 18 Standorte reduziert – Anfang 2019 waren es noch 24 Standorte. Im Vereinigten Königreich wird zudem der Standort Warley im Laufe des Jahres geschlossen. Die dort ansässigen Zentralen von Ford of Britain und Ford Credit Europe werden zum Standort Dunton verlagert. Darüber hinaus reduziert das Unternehmen die Arbeitsschichten im Werk Saarlouis (Deutschland) und Valencia (Spanien) und etabliert verschlankte Managementstrukturen sowie Marketing- und Verkaufsorganisationen.

In Summe werden bis Ende 2020 ungefähr 12.000 Arbeitsplätze an den unterschiedlichen Standorten in Europa betroffen sein.