Dieselabgasaffäre bei Volkswagen Personelle Konsequenzen in Deutschland vermisst

Wegen Verstoß gegen US-Umweltgesetzte wird Volkswagen jetzt durch das US-Justizministeriums verklagt.
Larry Thompson, der nach dem Dieselabgasskandal bei VW eingesetzte Aufpasser, vermisst die Ernsthaftigkeit des Konzerns bei der Aufklärung.

Der von den US-Behörden nach dem Abgasskandal bei Volkswagen eingesetzte Aufpasser Larry Thompson sieht nach einem Bericht der Bild am Sonntag noch keinen echten Kulturwandel beim Konzern. So monierte der Jurist, dass es kaum personelle Konsequenzen in Deutschland gegeben habe.

Wie die Bild am Sonntag weiter berichtet, kritisierte Thomson die interne Aufarbeitung der Abgasaffäre. Demnach vermisst er Ernsthaftigkeit in der Sache bei Volkswagen. Thompson soll nach dem Abgasbetrug und dem Schuldeingeständnis des Konzerns in den USA sicherstellen, dass sich das Verhalten des Automobilherstellers nicht wiederholt. Seine Bestellung als so genannter Monitor ist Teil des Milliardenvergleichs zwischen VW und dem US-Justizministerium, drei Jahre lang überwacht er den Konzern.

Der neue VW-Chef Herbert Diess habe zu dem Kontrollbericht in einer internen Ansprache vor Führungskräften erklärt, der Bericht zeige Handlungsbedarf auf. Der Monitor sei »eine Chance, um ehrlicher, offener, wahrhaftiger und ein Stück anständiger zu werden«. In jedem großen Unternehmen gebe es belastende Themen, bei VW gebe es aber eindeutig zu viel davon. »In zwei bis drei Jahren sollten wir soweit sein, dass Schlagzeilen wie zuletzt nicht mehr vorkommen können« , wurde Diess in der Zeitung zitiert.