1,9 Milliarden Euro für 34 Prozent Nissan übernimmt Anteile von Mitsubishi

Will Mitsubishi den vollen Rückrat seines Unternehmens geben: Carlos Ghosn, CEO von Renault-Nissan.
Will Mitsubishi den vollen Rückhalt seines Unternehmens geben: Carlos Ghosn, CEO von Renault-Nissan.

Nissan plant, 34 Prozent der Anteile an Mitsubishi Motors zu kaufen. Damit würde Nissan der größte Anteilseigner des nach dem Skandal um gefälschte Verbrauchsangaben stark angeschlagenen Automobilherstellers werden.

Nach dem Manipulationsskandal um geschönte Verbrauchsangaben bei Kleinstwagen ist Mitsubishi Motors stark angeschlagen: Seit der Bekanntgabe, dass der Hersteller seit 1991 getrickst hat, um bessere Verbrauchswerte zu erzielen, sind die Aktien stark eingebrochen. Und zwar so stark, dass sich die Befürchtungen über ein Aus für die Marke vermehren.

Diese Talfahrt soll der Einkauf durch Nissan beenden. Der zweitgrößte japanische Autobauer wird für 1,9 Milliarden Euro ein Drittel der Anteile von Mitsubishi Motors erwerben und würde damit größter Einzelaktionär werden. Nissan verspricht sich von dem Einkauf vor allem ein Wachstum in den von Mitsubishi geprägten Märkten Thailand und Indosien.

Mit der Entscheidung zur Übernahme eines strategischen Anteils an Mitsubishi baut Nissan das rund um die seit 17 Jahren bestehende Partnerschaft mit Renault bestehende Allianz-Modell weiter aus. Nissan betreibt außerdem Kooperationen mit anderen Automobilherstellern wie Daimler und AvtoVaz. Bereits Ende Mai soll der Aufsichtsrat von Mitsubishi Motors neu besetz werden. Vier neue Aufsichtsräte, die von Nissan benannt werden, sollen dann die Dominanz des zweitgrößten japanischen Autobauers bei Mitsubishi ermöglichen.