Ideen zur Zukunft der Mobilität Neue Start-ups für VW-Gründerprogramm Future Mobility Incubator

Jetzt geht es los! Die sechs neuen Start-ups freuen sich auf die Zeit im Future Mobility Incubator von Volkswagen in Dresden.
Jetzt geht es los! Die sechs neuen Start-ups freuen sich auf die Zeit im Future Mobility Incubator von Volkswagen in Dresden.

Sechs neue Start-ups für Volkswagen Gründeprogramm im Future Mobility Incubator der Gläsernen Manufaktur Dresden stehen fest. Dabei handelt es sich um Experten für Batteriediagnose, Navigation, Bildverarbeitung, Smart Home, automatisiertes Fahren sowie Logistiklösungen.

114 Start-ups hatten sich beim Wettbewerb Future Mobility Incubator zur vierten Gründer-Klasse beworben. Elf Teams präsentierten letztlich ihre Ideen zur Zukunft der Mobilität. Fünf davon überzeugten am Ende die achtköpfige Expertenjury beim Start-up-Pitch. Ein weiteres Start-up  wurde für ein konkretes Projekt mit der Standortlogistik im Rahmen des Inkubators ausgewählt. Bei den Start-ups handelte es sich um Aviloo aus Wien, Kopernikus aus Berlin, Naventik aus Chemnitz, Visualix aus Berlin, home-IX UG aus Stuttgart und LiGenium aus Chemnitz.

Die Sieger entwickeln Diagnosemöglichkeiten für Batterien, neuartige Fahrzeug-Navigation, innovative Bildverarbeitung, Smart Home-Lösungen fürs Auto sowie Nachrüst-Kits für autonomes Fahren. »Wir waren sehr angetan von der Vielfalt der Konzepte. Ab Mitte Mai wollen wir die Ideen für neue Mobilitäts­lösungen mit unseren Experten in Wolfsburg, Berlin und Dresden sowie der Landeshauptstadt Dresden zur Marktreife entwickeln«, betonte Marco Weiß, Leiter Future Mobility & Innovation der Gläsernen Manufaktur.

Der Inkubator in Dresden richtet sich gezielt an gründungswillige Studenten und Wissenschaftler. Teil des Programms ist eine finanzielle Unterstützung von bis zu 15.000 Euro pro Start-up. Den Inkubator gibt es seit August 2017. Die Gläserne Manufaktur bietet im Rahmen des Start-up-Programms folgende Unterstützung:

  • Betreuung durch Experten, etwa aus dem SpinLab (The HHL Accelerator-Programm der HHL Leipzig Graduate School of Management)
  • Attraktive Arbeitsumgebung in der Manufaktur & IT-Infrastruktur
  • Kontakt zu Forschern, Entwicklern und Entscheidern von Volkswagen
  • Projektmanagement
  • Nähe zur Start-up-Szene sowie finanzielle und personelle Unterstützung durch die Landeshauptstadt Dresden beim Thema Wohnraum.

Überblick der neuen Start-Ups

Aviloo: Das Unternehmen entwickelt ein Diagnosesystem für Batterien für Elektrofahrzeuge. Mit einer kurzen Testfahrt kann der Gesundheitszustand der Batterie schnell und günstig ermittelt wird. Damit wollen die Gründer die Voraussetzung dafür schaffen, dass gebrauchte Elektrofahrzeuge stabile Wiederverkaufspreise erzielen.

Home-iX: Das B2B-Start-up ist auf Smart Living Lösungen spezialisiert. Es ermöglicht durch eine Plattform, dass Branchen oder Unternehmen am vernetzten Leben und Internet der Dinge teilhaben können. Zudem schafft home-iX Kompatibilität zwischen smarten Ökosystemen. Realisiert wird das durch eine Integrationsplattform, die auf künstlicher Intelligenz beruht und einer einheitlichen Schnittstelle für bestehende digitale Ökosysteme.

Kopernikus: Die Firma entwickelt Lösungen zum Thema automatisiertes Fahren. Die Maßgabe: Heutige Serienfahrzeuge sollen schnellstmöglich um autonome Fahrfunktionen erweitert werden. Ziel ist es, die weltweit angebotenen Selbstfahr-Software-Lösungen auf einer Plattform zu vereinen. Die Technologie ist Hersteller-gebunden, die Software wird an die Fahrzeugmodelle und lokalen Gegebenheiten angepasst. Die erste einsetzbare Lösung ist eine Kopernikus-Eigenentwicklung und basiert auf künstlicher Intelligenz. Sie zeigt den Weg auf zum vollautonomen Fahrzeug. Das Start-Up kann Autos bereit heute auf Privatgrundstücken autonom fahren lassen – etwa an Produktionsstätten, beim Verladen oder in Werkstätten.

LiGenium: Die Chemnitzer entwickeln, fertigen und vertreiben Maschinenelemente, Maschinen und komplette Anlagen unter Verwendung erneuerbarer Werkstoffe. Das Start-up nutzt hochwertige Holzwerkstoffe für leichte, belastbare und ökologisch vorteilhafte Anwendungen in der Fördertechnik u.a. modulare Ladungssysteme für die Automobilindustrie.

Naventik: Das Unternehmen beschäftigt sich mit der Satellitennavigation für hochautomatisiertes und autonomes Fahren. Ziel ist es, die technologischen Grenzen herkömmlicher Satelliten-Navigations-Empfänger zu überwinden und durch  Software-Algorithmen eine präzise Lokalisierung im urbanen Raum sicherzustellen.

Visualix: Das Start-Up ist ein Experte für Bildverarbeitung, das mit gängigen Smartphones eine zentimetergenaue Kartierung und Lokalisierung ermöglicht.