Ford kooperiert mit Jose Cuervo Leichteres Fahrzeug dank Tequila

Ford kooperiert zukünftig mit Tequila-Hersteller Jose Cuervo. Grund: Bei der Tequila-Produktion fallen Agavenfasern ab, die sich für den Einsatz im Fahrzeuginnenraum oder für Kabelbäume nutzen lassen.
Ford kooperiert zukünftig mit Tequila-Hersteller Jose Cuervo. Grund: Bei der Tequila-Produktion fallen Agavenfasern ab, die sich für den Einsatz im Fahrzeuginnenraum oder für Kabelbäume nutzen lassen.

Ford arbeitet ab sofort mit dem Tequila-Hersteller Jose Cuervo an der Entwicklung eines Verbundkunststoffs für Fahrzeugteile auf Basis von Pflanzenfasern der Agave. Diese entstehen bei der Produktion von Tequila als Nebenprodukt.

Erste Bewertungen zeigen vielversprechende Möglichkeiten für den Einsatz des Tequila-Nebenprodukts im Fahrzeuginnenraum und für Kabelbäume, Klimatisierung oder Ablagen. Der nachhaltige Verbundkunststoff könnte das Gewicht von Fahrzeugteilen verringern, somit einen Beitrag zur Senkung des Kraftstoffverbrauchs leisten und darüber hinaus den Einsatz petrochemisch erzeugter Produkte reduzieren.

Im Rahmen der Tequila-Produktion werden Bestandteile der Agave-Pflanze nach der Ernte geröstet, anschließend werden die Pflanzensäfte extrahiert und destilliert. Bislang verwertet Jose Cuervo einen kleinen Teil der verbleibenden Fasern als Kompost für seine Farmen, einen weiteren, ebenfalls nur geringen Teil, nutzen lokale Handwerker zur Herstellung von Kunstgegenständen oder Papier.

Ford begann bereits im Jahr 2000 mit Forschungen zur Verwendung nachhaltiger Materialien, zum Beispiel mit Sisal-Fasern einer anderen Agavenart. Heute kommen insgesamt acht Biomaterialien in Fahrzeugen des Herstellers zum Einsatz, darunter Soja-Schaum, Rizinusöl, Weizenstroh, Kenaf-Fasern, Cellulose, Holz, Kokos-Fasern und Reiskornschalen.