Wirtschaftsministerin Baden-Württemberg Innovationen in Mobilität stärker fördern

Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU, l), Wirtschaftsministerin von Baden-Württemberg, betrachtet mit einer Mitarbeiterin des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation vor einer Beschichtungsmaschine eine beschichtete Elektrode für eine Batteriezelle.
Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU, l), Wirtschaftsministerin von Baden-Württemberg, betrachtet mit einer Mitarbeiterin des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation vor einer Beschichtungsmaschine eine beschichtete Elektrode für eine Batteriezelle.

Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) will der heimischen Autoindustrie bei der Entwicklung neuer Technologien stärker unter die Arme greifen.

»Wir brauchen einen klaren Investitionsschwerpunkt bei der Innovationsförderung«, betonte sie am Mittwoch am Rande von Besuchen in verschiedenen Unternehmen im Raum Stuttgart. Im sogenannten Strategiedialog überlegen Regierung und Industrie gemeinsam, wie sie dem Wandel in der Branche begegnen können. Er müsse sich stärker als bisher auf die Frage konzentrieren, wie Innovation und Beschäftigung im Land gesichert werden könnten, forderte Hoffmeister-Kraut.

Im August werde das Land ein neues Konzept zum Aufbau einer Batterie-Forschungsproduktion beim Bund einreichen. »Unser Ziel ist die Entwicklung einer nachhaltigen Batterie, die sich betriebswirtschaftlich lohnt und damit gegenüber den asiatischen Konkurrenten auch wettbewerbsfähig ist«, erläuterte die Ministerin. Das Bundesforschungsministerium hatte sich erst kürzlich für Münster und gegen Ulm als Standort einer Batterie-Forschungsfabrik ausgesprochen, was im Südwesten auf heftige Kritik gestoßen war. Das Land will deshalb nun in Eigenregie ein Projekt starten und verlangt dafür als Kompensation 100 Millionen Euro vom Bund.

Auf dem Programm standen am Mittwoch neben Forschungseinrichtungen auch der Autobauer Daimler, der Zulieferer Mahle und der Maschinenbauer Gehring. Hoffmeister-Kraut plädierte dafür, die Transformation der Branche technologieoffen anzugehen. Der Großteil der weit mehr als 40 Millionen Autos in Deutschland sei mit einem Verbrennungsmotor unterwegs. »Wenn wir den CO2-Ausstoß im Verkehr schnell reduzieren wollen, können wir nicht warten, bis diese riesige Fahrzeugflotte gegen Autos mit anderen Antriebstechnologien
ausgetauscht ist«, sagte sie.