Strategische Allianz Honda und General Motors bauen Kooperation aus

Eigentlich wollten GM und Honda nur zwei Elektroautos zusammen bauen, jetzt soll die Partnerschaft deutlich ausgeweitet werden.
Eigentlich wollten GM und Honda nur zwei Elektroautos zusammen bauen, jetzt soll die Partnerschaft deutlich ausgeweitet werden.

General Motors und Honda wollen auf gemeinsame Fahrzeugplattformen und Antriebssysteme setzen. Die beiden Hersteller wollen so Innovationen und Technologien vorantreiben und Ressourcen effektiver einsetzen. Das Bündnis baut auf einer erfolgreiche Zusammenarbeit bei elektrifizierten Fahrzeugen auf.

General Motors und Honda haben heute bekanntgegeben, dass sie nach ausführlichen Vorgesprächen eine Allianz in Nordamerika gründen wollen. Die Unternehmen haben dazu eine nicht bindende Absichtserklärung unterzeichnet. Die Allianz soll Fahrzeuge beider Marken umfassen sowie die Zusammenarbeit in den Bereichen Einkauf, Forschung und Entwicklung und damit verbundenen Dienstleistungen.

Innerhalb des Bündnisses wollen GM und Honda gemeinsame Fahrzeugplattformen teilen, darunter sowohl Elektro- als auch Verbrennungsantriebe. Die Planungsgespräche für die gemeinsame Entwicklung beginnen sofort, wobei die technischen Arbeiten Anfang 2021 beginnen sollen.

Die Ankündigung baut auf der im April unterzeichneten Vereinbarung zwischen den Unternehmen auf, gemeinsam zwei völlig neue Elektrofahrzeuge für Honda zu entwickeln, die auf der hochflexiblen globalen EV-Plattform von GM basieren und von Ultium-Batterien angetrieben werden. GM und Honda arbeiten seit über 20 Jahren zusammen, unter anderem bei Brennstoffzellen, Batterien und dem autonomen Fahrzeug Cruise Origin.

Mit der Zusammenarbeit sollen vor allem Geld und Ressourcen für die Investition in neue Technologien und Mobilitätskonzepte freigemacht werden. Honda betont, dass jede Firma ihre Stärken für »Mobilitätstechnologie der Zukunft« einbringt und gleichzeitig ein »unverwechselbares und wettbewerbsfähiges Produktangebot aufrechtzuerhalten« werden soll. In diesem Rahmen planen GM und Honda, die Kosten für Forschung und Entwicklung sowie die Konstruktionskosten für ausgewählte, gemeinsam entwickelte Fahrzeug- und Antriebsplattformen zu teilen. Der Fokus soll auf  der  elektrischen Architektur, fortschrittlichen Fahrerassistenzsystemen, Infotainment, Konnektivität und Fahrzeug-zu-Alles-Kommunikation liegen.

Die beiden Firmen wollen auch gemeinsam einkaufen, um Skaleneffekte zu erzielen. Die Zusammenarbeit im Einkauf soll sich auf die gemeinsame Beschaffung von Materialien, Logistik und Lokalisierungsstrategien konzentrieren.

Im April kündigten die Unternehmen an, dass Honda das OnStar-System, Sicherheitsthemen und die damit verbundenen Dienste von GM in die beiden brandneuen Elektrofahrzeuge für Honda integrieren wird, die auf der globalen EV-Plattform von GM basieren und nahtlos in HondaLink integriert werden. Auf der Grundlage dieser Zusammenarbeit werden GM und Honda weitere gemeinsame Entwicklungsmöglichkeiten für zukünftige verbundene Dienste, einschließlich GMs OnStar und Infotainment, ausloten.