Neue Car.Software-Einheit von Volkswagen Gleiche Software-Plattform für alle neuen Modelle bis 2025

In der neuen Car.Software-Einheit werden künftig markenübergreifende Software-Umfänge in fünf Kernbereichen entwickelt.
In der neuen Car.Software-Einheit werden künftig markenübergreifende Software-Umfänge in fünf Kernbereichen entwickelt.

Volkswagen will in der neuen Car.Software-Einheit mit der Konzernverantwortung für die Software im Fahrzeug bis 2025 mehr als 5.000 Digital-Experten bündeln. Das Unternehmen will deutlich mehr Software im Auto und für fahrzeugnahe Services selbst zu entwickeln.

Volkswagen will bis 2025 mehr als 5.000 Experten in Kompetenzbereichen wie der Software-Entwicklung, Elektrik- und Elektronikentwicklung, Vernetzung, automatisiertes Fahren, User Experience (UX), Cloud-Architektur und E-Commerce in einer agilen Einheit Car.Software zusammenführen. Sie werden dort in fünf Kernbereichen zusammenarbeiten und markenübergreifende Umfänge entwickeln.

Ziel ist es, sich an den Anforderungen der Software-Entwicklung zu orientieren. Volkswagen wird hierzu flexible Arbeitsmodelle, neue Technologien der Kollaboration und agile Formen der Zusammenarbeit einbringen. Noch in diesem Jahr werden rund 500 Experten in dieser agilen Software-Einheit zusammenarbeiten, 2020 sollen es bereits rund 2.000 sein.

Aktuell sind allein in Fahrzeugen der Marke Volkswagen bis zu 70 Steuergeräte mit Betriebs-Software von 200 unterschiedlichen Zulieferern zu integrieren. Darüber hinaus gibt es im Konzern verschiedene Systeme mit gleichen Funktionen, etwa für Infotainment oder die Navigation. Ein einheitliches Betriebssystem (vw.os) mit gleichen Basisfunktionen für alle Marken sowie die Nutzung der Volkswagen Automotive Cloud für alle Konzernmodelle wird das deutlich vereinfachen.

Gleiches gilt für die sogenannten digitalen Ökosysteme der Marken, über die die Services angeboten werden. Denn alle Marken benötigen bestimmte Basisdienste. Das ist zum Beispiel die einfache Suche von E-Ladestationen We Charge. Über alle Marken hinweg lassen sich beispielsweise die Basisfunktionen Suche nach Stationen in der Nähe oder Bezahlen mit unterschiedlichen Zahlungsarten vereinheitlichen.

Volkswagen strebt an, mit seiner einheitlichen Software-Plattform erhebliche Skalenvorteile zu erzielen. Die Fahrzeugflotte wird perspektivisch mehr als 10 Millionen vollvernetzte Neufahrzeuge pro Jahr umfassen, wodurch die Kosten für die Integration der Software in jedem einzelnen Fahrzeug beträchtlich sinken. Zugleich werden digitale Ökosysteme mit einer steigenden Zahl an angebundenen Fahrzeugen stetig attraktiver für neue Partner und Endverbraucher.