ZF, Iveco und Lakner Flüssigerdgas-Trucks im Einsatz

Wilhelm Rehm, Vorstandsmitglied von ZF und verantwortlich für Nutzfahrzeugtechnik, bei der Fahrzeugübergabe der Flüssigerdgas-Lastwagen des Modells Iveco Stralis NP, zusammen mit Jochen Abt, Geschäftsführer der Lakner Gruppe und Patrik Pohl, Verkaufsleiter Deutschland bei Iveco.
Wilhelm Rehm, Vorstandsmitglied von ZF und verantwortlich für Nutzfahrzeugtechnik, bei der Fahrzeugübergabe der Flüssigerdgas-Lastwagen des Modells Iveco Stralis NP, zusammen mit Jochen Abt, Geschäftsführer der Lakner Gruppe und Patrik Pohl, Verkaufsleiter Deutschland bei Iveco.

Im urbanen Raum ist die elektrifizierte Mobilität bereits auf dem Vormarsch. In der Fernlogistik stößt sie vor allem durch die enormen Fahrleistungen und hohen Batteriegewichte an ihre Grenzen. Eine alternative Technologie bietet hier der Einsatz von Flüssigerdgas.

Weniger Stickoxide, weniger CO2, kaum Rußpartikel und weniger Lärm: Fahrzeuge, die mit Flüssigerdgas (Liquefied Natural Gas, LNG) betankt werden, haben viele Vorteile. Diese wollen ZF, Iveco und die Spedition Lakner nun gemeinsam nutzen. Seit Juni fahren drei schwere Lkw Iveco Stralis NP für ZF. Mit jeweils einem 460 PS starken LNG-Motor und dem Getriebesystem TraXon des Zulieferers ausgestattet, werden diese drei Trucks Lkw- und Pkw-Getriebegehäuse zwischen den ZF-Produktionsstätten von Nürnberg (Guss) nach Friedrichshafen (Bearbeitung und Montage) transportieren.

Die Fakten sprechen für sich: Die bei der Verbrennung von LNG anfallenden Stickoxide, verantwortlich für die Diskussionen um Einfahrverbote in Städte, liegen 90 Prozent unterhalb derer eines Diesels. Der Partikelausstoß liegt beim Methanmotor aufgrund der Reinheit des Kraftstoffs (CH4) an der Nachweisgrenze, und selbst bei Verwendung fossilen Methans sind die CO2-Emissionen um 15 Prozent niedriger. Einen Schritt weiter geht man mit der Verwendung regenerativ erzeugten Methans: Hier kann je nach Beimischung eine CO2 Reduktion von bis zu 95 Prozent gelingen. Durch das Verbrennungsverfahren im Methanmotor ist das Fahrzeug zudem 30 Prozent leiser. Weitere Einsparungen sind durch die Elektrifizierung möglich, denn auch dieses Konzept lässt sich mit einem Hybridmodul am Getriebe kombinieren.