Entwicklungsstandort Deutschland Digitales Testfeld Autobahn wird mit Radarsensorik ausgerüstet

Dr. Reinhard Ploss, Infineon, Verkehrsminister Alexander Dobrindt und Dr. Jochen Eickholt Siemens unterzeichneten im Verkehrsmuseum München einen Vertrag zum Aufbau von Radarsensorik auf dem Digitalen Testfeld Autobahn.
Dr. Reinhard Ploss, Infineon, Verkehrsminister Alexander Dobrindt und Dr. Jochen Eickholt Siemens unterzeichneten im Verkehrsmuseum München einen Vertrag zum Aufbau von Radarsensorik auf dem Digitalen Testfeld Autobahn.

Bundesminister Alexander Dobrindt hat zusammen mit Dr. Reinhard Ploss, CEO Infineon Technologies und Dr. Jochen Eickholt, CEO Division Mobility, Siemens einen Innovationsvertrag zum Aufbau von Radarsensorik auf dem Digitalen Testfeld Autobahn unterzeichnet.

Infineon und Siemens haben Radartechnologie entwickelt, die auf einer der
meistbefahrenen Autobahnen Deutschlands helfen soll, die Technologie des
automatisierten und vernetzten Fahrens voranzutreiben. Möglich machen das neuartige Radarsensoren der beiden Hersteller, die direkt mit den Autos kommunizieren. So können mehr Fahrzeuge auf der Straße unterwegs sein, weil die Infrastruktur effizienter, intelligenter und sicherer genutzt wird. „Die Vernetzung von automatisierten Fahrzeugen mit digitalen Steuerungssystemen eröffnet neue Möglichkeiten. Assistenzsysteme erfassen und verarbeiten Umgebungsdaten zuverlässig”, erklärt Infineons CEO Dr. Reinhard Plos. Er fährt fort: “Der Austausch von Daten mit der Infrastruktur und anderen Fahrzeugen liefert zusätzliche Informationen, um vorausschauend zu fahren und den Verkehrsfluss zu verbessern. Unsere Sensoren, Controller, Leistungselektronik und Sicherheitschips machen diese Entwicklung möglich. Mikroelektronik ist Schlüsseltechnologie für automatisiertes und vernetztes Fahren.“

Getestet wird die Technologie im Rahmen des vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur initiierten Projekts „Digitales Testfeld Autobahn“ auf der A9 in Bayern. Auf dem Testfeld werden moderne und zukunftsweisende Systeme und Technologien im Realbetrieb erprobt. Das Ziel: Das automatisierte und vernetzte Fahren auf die Straße zu bringen, um den Verkehrsfluss zu verbessern und Risikosituationen in Echtzeit zu entschärfen. “Wer nicht komplett digitalisiert, der verliert”, unterstreicht Verkehrsminister Alexander Dobrindt die Bedeutung des Projektes.

Den Verkehrsfluss optimieren, Gefahren erkennen, Unfälle vermeiden. Um die aktive Sicherheit im Straßenverkehr zu steigern, kommunizieren Autos künftig miteinander - und mit der Verkehrsinfrastruktur. Konkret heißt das: Jedes Auto ist in der Lage, mit eigenen Sensoren gesammelte Informationen über den Zustand von Straßen oder Verkehrslagen anderen Fahrzeugen oder der Leitzentrale mitzuteilen. Die Sensorik der Autobahn kann an den Leitpfosten oder Schilderbrücken angebracht werden, so dass keine größeren Eingriffe in die Infrastruktur erforderlich sind. Alle Daten, die durch die Radarsysteme gewonnen werden, werden auf der mCLOUD des BMVI Open Source zur Verfügung gestellt. Diese Daten können genutzt werden, um innovative Mobilitätslösungen zu entwickeln. Dabei betont Dobrindt: “Es werden keine Daten über den Autofahrer gesammelt, sondern Daten zum Verkehrsfluss. Der Datenschutz wird gewährleistet.”