Vernetztes Fahren und Privacy Deutsche lehnen datenbasierte Verkehrsüberwachung ab

Deutsche stehen der datenbasierten Verkehrsüberwachung durch die Polizei kritisch gegenüber. Das ergab eine Umfrage des Vodafone Instituts für Gesellschaft und Kommunikation.
Deutsche stehen einer datenbasierten Verkehrsüberwachung durch die Polizei kritisch gegenüber. Das ergab eine Umfrage des Vodafone Instituts für Gesellschaft und Kommunikation.

Der datenbasierten Verkehrsüberwachung durch die Polizei stehen die Deutschen kritisch gegenüber. Das ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes TNS Infratest im Auftrag des Vodafone Instituts für Gesellschaft und Kommunikation, an der sich über 8.000 Menschen aus acht Ländern beteiligten.

Die Polizei könnte beispielsweise Verkehrssünder schneller identifizieren, wenn sie Zugriff auf private Fahrzeugdaten bekommen könnte. Das Vodafone Institut für Gesellschaft und Kommunikation wollte in diesem Zusammenhang wissen, ob die Teilnehmer der vom TNS Infratest durchgeführten Umfrage bereit sind, diese Daten mit der Polizei zu teilen, wenn sie dazu beitragen könnten, Verkehrsdelikte schneller zu ahnden. Diese Datenweitergabe stößt in Deutschland nicht auf Gegenliebe: Von den Befragten haben lediglich 13 Prozent angegeben, sich bei dem Gedanken wohl zu fühlen, ihre Daten zur Identifizierung von Verkehrssündern zur Verfügung zu stellen.

Ähnlich reserviert wie die deutschen Befragten äußern sich auch Umfrageteilnehmer aus Tschechien (15 Prozent Zustimmung) und Großbritannien (17 Prozent). Deutlich positiver bewerten die polizeiliche Verkehrsbeobachtung mit Hilfe von Big Data dagegen die Italiener (47 Prozent) und Iren (44 Prozent). Der europäische Durchschnittswert liegt bei 29 Prozent Zustimmung.