Zukunftsmarkt Mobilitätsdienste Bosch übernimmt US-Carpooling-Start-up SPLT

Per App ins Auto des Kollegen steigen und den gleichen Weg zur Arbeit fahren - die App von SPLT macht es möglich.
Per App ins Auto des Kollegen steigen und den gleichen Weg zur Arbeit fahren - die App von SPLT macht es möglich.

Bosch steigt ins Geschäft mit Mitfahrservices ein. Der Zulieferer hat das US-amerikanische Start-up Splitting Fares gekauft. SPLT betreibt eine Plattform, mit der Unternehmen, Universitäten oder Stadtverwaltungen, Angebote für Fahrgemeinschaften für ihre Mitarbeiter umsetzen können.

SPLT bringt via App Menschen zusammen, die gemeinsam den Weg zum gleichen Arbeits- oder Studienort zurücklegen wollen. Ein Algorithmus findet die passende Fahrgemeinschaft und berechnet den schnellsten Weg. Das Ziel: weniger Stau, entspannte Pendler. SPLT wurde 2015 gegründet. Derzeit zählt das Angebot rund 140.000 Nutzer in den USA, Mexiko und Deutschland. 

SPLT steht für Teilen – und das geht denkbar einfach. Unternehmen, Universitäten oder Stadtverwaltungen ermöglichen ihren Mitarbeitern den Zugang zur SPLT-Plattform. Diese laden die SPLT-App herunter, registrieren sich und suchen oder bieten Fahrten an. Buchungen können spontan oder im Voraus getätigt werden. Ankunftszeiten werden in Echtzeit angezeigt, Kosten online direkt zwischen Kollegen geteilt und abgerechnet. Mit dem B2B-Angebot werden Nutzer erreicht, die jeden Tag gleiche Wege zurücklegen. Ein Vorteil: Fahrten werden unter Kollegen geteilt, Mitfahrer müssen nicht zu völlig Fremden ins Auto steigen. Nebenbei fördert die Fahrgemeinschaft, sich auszutauschen und das berufliche Netzwerk zu erweitern. Auch Firmenbusse können in die App integriert und damit flexibler eingesetzt und besser ausgelastet werden. So geht es stressfrei, günstig und umweltschonend zur Arbeit und zurück. Zudem leisten Unternehmen einen Beitrag, das Verkehrsaufkommen zu mindern. In den kommenden Jahren soll sich die Zahl der SPLT-Nutzer vervielfachen – auch über die bisher erreichten Regionen hinaus. Innerhalb von Bosch selbst nutzen Mitarbeiter in Mexiko die App bereits, ein Ausbau im gesamten Unternehmen ist geplant.