Audi ruft Projekt »Artemis« ins Leben Agile Einheit für zusätzliche Fahrzeugprojekte

Im Rahmen des Projekts Artemis soll in agilen Abläufen bis 2024 ein Elektroauto für Audi entwickelt werden.
Im Rahmen des Projekts Artemis soll in agilen Abläufen bis 2024 ein Elektroauto für Audi entwickelt werden.

Zwei Monate nach seinem Antritt als neuer Audi-Chef ruft Markus Duesmann eine Einheit für das beschleunigte Entwickeln zusätzlicher Auto-Modelle ins Leben – »Artemis«. Vom Projekt erwartet man sich eine Blaupause für die künftige, agile Entwicklung von Automobilen im gesamten Volkswagen Konzern.

»Naturgemäß bindet die aktuelle Elektro-Offensive im Volkswagen Konzern mit 75 geplanten E-Modellen bis 2029 alle Kapazitäten. Da lag die Frage nahe, wie wir zusätzliche Hightech-Benchmarks realisieren, ohne die Leistbarkeit bestehender Projekte zu gefährden, und zugleich neue Chancen in den Märkten nutzen«, erklärt  Audi-Vorstandsvorsitzender Markus Duesmann. Das Projektteam soll große Freiheitsgrade erhalten und global vom Hightech-Hub INCampus in Ingolstadt bis an die Westküste der USA arbeiten. Digitale Angebote wird die konzerneigene car.Software.org beisteuern, die ihre Basis ebenfalls in Ingolstadt hat. Im Fokus von Artemis stehen neue Technologien rund um das elektrische, hoch-automatisierte Fahren mit konkretem Modellbezug. Der erste Auftrag ist ein Elektroauto, das 2024 auf die Straße kommen soll. Das Kreativteam wird außerdem ein weitreichendes Ökosystem um das Auto herum schaffen und so ein neues Geschäftsmodell für die gesamte Nutzungsphase entwerfen.

Für das neue Projekt wird sich Alex Hitzinger verantwortlich zeichnen, der ab 1. Juni 2020 direkt an Markus Duesmann berichtet. Als bisheriger Markenvorstand für Technische Entwicklung bei Volkswagen Nutzfahrzeuge leitete Hitzinger, der seine Karriere als Entwicklungsingenieur bei Toyota Motorsport startete, als Senior Vice President zugleich im Konzern das Thema autonomes Fahren.