Auto China 2010: Unverminderte Aufbruchstimmung im Reich der Mitte

Kein Automobilmarkt der Welt birgt heutzutage ein derartiges Maß an Dynamik und Aufschwung wie der chinesische. Aus diesem Grund fassen wir die Höhepunkte der „Bejing International Automotive Exhibition“ 2010 (Auto China 2010), die am 2. Mai 2010 mit einem neuen Besucherrekord (780 000 Besucher) endete, mit Blick auf die Automobilelektronik für Sie noch einmal zusammen.

Unter dem Motto „Für eine grünere Zukunft“ öffnete die Auto China in diesem Jahr ihre Pforten. Von Anfang an zeigte sich die Automobilausstellung auf Erfolgskurs: 990 ausgestellte Fahrzeuge, von denen 89 Weltpremieren feierten (14 davon von multinationalen Herstellern), 65 Konzeptfahrzeuge (davon 37 von multinationalen Herstellern) auf einer Ausstellungsfläche von 200.000 Quadratmetern – neuer Rekord. Überall auf den Ständen zeigte die Auto-Show fortschrittliche Technologien, angefangen von strombetriebenen Autos der Automobilriesen und chinesischen OEMs über Nutzfahrzeuge bis hin zu Automobilkomponenten. Mit insgesamt 780 000 Besuchern, davon allein 145 900 am 1. Mai 2010, konnte die Automobilausstellung einen neuen Besucher- und einen neuen Tagesbesucher-Rekord feiern.

Zu den technischen Höhepunkten der Weltpremieren in Bejing zählte der neue Phaeton von Volkswagen, bei dessen Überarbeitung neue technische Lösungen im Mittelpunkt standen. Hierzu zählen u.a. der kamera-basierte „Dynamic Light Assist“ (dynamische Fernlichtregulierung für die serienmäßigen Bi-Xenon-Scheinwerfer vorne), ein Navigationssystem, das auf Wunsch Online-Daten von Google in die Kartendarstellung integriert, und die automatische Verkehrszeichenerkennung, die mit Hilfe der Frontkamera von Verkehrszeichen Geschwindigkeitshinweise durch Verwendung von Bildverarbeitungs-Algorithmen erfasst und diese in der Multifunktionsanzeige sowie auf dem zentralen, berührungssensitiven Bildschirm in der Mittelkonsole darstellt. Zu den weiteren Assistenzsystemen des neuen Phaeton zählen eine adaptive Geschwindigkeitsregelung, das Umfeldbeobachtungssystem „Front Assist“, der Spurwechselassistent „Side Assist“ und ein Reifendruck-Überwachungssystem.

Für das Radio-Navigationssystems RNS 810 hat VW das Fahrzeug mit einer 30 Gbyte großen Festplatte ausgestattet, auf die sich die Daten der implementierten Google- Funktion per Mobiltelefon über einen eigens dafür eingerichteten Server laden lassen. Die Visualisierung am Bildschirm entspricht dabei der konventionellen Google-Maps-Grafik „Satellit“ beziehungsweise der Google-Kartendarstellung „Hybrid“ des iPhone. Die Satellitenbilder werden im Phaeton von dem System durch eine entsprechend markierte Routen-Empfehlung des Navigationssystems ergänzt.