Kommunikationssystem Zwei Traktoren zu einer Einheit verbinden – mit Fendt GuideConnect

Fendt hat im Bereich kooperierender und kommunizierender Systeme für Traktoren das so genannte GuideConnect entwickelt. Dabei werden zwei Traktoren über Satellitennavigation und Funk zu einer Einheit verbunden, so dass eines der beiden Fahrzeuge ohne Fahrer den gleichen Arbeitsprozess erledigen kann.

Der geführte und gleichzeitig fahrerlose Traktor folgt dabei dem Führungsfahrzeug im gleichen Arbeitsprozess, beim Wendevorgang und beim Ausweichen von Hindernissen. Fendt GuideConnect ermöglicht auf der einen Seite große Arbeitsbreiten und andererseits flexible Einsatzmöglichkeiten. Der Landwirt kann seine Schlagkraft damit optimal justieren, da er die Traktoren jederzeit auch getrennt als eigenständige Fahrzeuge einsetzen kann.

Wie funktioniert es? Zu Beginn definiert der Fahrer über das Vario-Terminal, welcher Traktor die Führungsrolle übernimmt und welcher geführt wird. Zudem stellt er dort den Folgeabstand und den seitliche Abstand zwischen den beiden Traktoren ein. Die genaue Positionsbestimmung erfolgt über die präzise Satellitenortung RTK-GPS und die Kommunikation zwischen den Fahrzeugen über eine verschlüsselte Funkverbindung.

Am Vorgewende wird das Arbeitsgerät automatisch an der richtigen Position ausgehoben, beziehungsweise nach dem Wendevorgang wieder positionsgenau eingesetzt. Wenn der bemannte Traktor ein Hindernis umfahren muss, kann die Bewegung vom geführten Fahrzeug kurzzeitig vom Führungsfahrzeug entkoppelt werden. Um Hindernissen auf dem Pfad des geführten Fahrzeuges auszuweichen, kann der Fahrer das Folgefahrzeug vorübergehend auf seine eigene Spur leiten.

Die Sicherheit kommt auch nicht zu kurz. Die Verantwortung für beide Gespanne liegt grundsätzlich beim Fahrer des Führungsfahrzeuges. Fendt hat das System zusätzlich mit einem mehrstufigen Sicherheitskonzept ausgestattet. Die verschlüsselte Funkverbindung stellt sicher, dass ausschließlich die beiden definierten Traktoren miteinander kommunizieren. Wenn weitere Gespanne dieser Art in der Nähe sind, besteht somit nicht die Gefahr, dass das geführte Fahrzeug versehentlich einem anderen Führungsfahrzeug folgt. Das geführte Fahrzeug wird bei sicherheitskritischen Zuständen selbst aktiv. Wenn beispielsweise die Satellitenortung nicht mehr möglich ist, die Funkverbindung unterbrochen oder aber der Abstand zwischen den Traktoren zu klein oder zu groß ist, tritt sofort der Notstopp in Kraft. Das heißt, der geführte Traktor wird umgehend in einen sicheren Zustand gebracht und der Motor abgeschaltet. Das geführte Fahrzeug nimmt nicht nur Befehle entgegen, sondern meldet zudem fehlerhafte Zustände wie einen geringen Kraftstofffüllstand oder andere wichtige Informationen wie die Motordrehzahl oder die Fahrgeschwindigkeit an das Führungsfahrzeug.