Wettbewerb Sounddesign E-Mobilität Wie klingt ein Elektroauto?

Wie klingt eigentlich ein Elektrofahrzeug? Dieser Problematik haben sich Wirtschaftsförderung und Popbüro Region Stuttgart angenommen und den Wettbewerb Sounddesign E-Mobilität ausgeschrieben. Aufgabe der Wettbewerbsteilnehmer: die Vertonung eines stummen Kurzfilms, der ein Elektrofahrzeug im Einsatz zeigt.

Nach Meinung der Jury ist das dem Sounddesigner Mario Knapp aus Berlin am besten gelungen. Auf den beiden weiteren Plätzen folgten der Münchner Christoph Mann und Dag Winderlich aus Gütersloh. Am Wettbewerb Sounddesign E-Mobilität haben sich 26 Klanggestalter beteiligt.

Vorrangiges Ziel des Wettbewerbs war es nicht, den Klang von Autos mit Verbrennungsmotor nachzuahmen. Vielmehr sollte eine Klangästhetik speziell für Elektrofahrzeuge gefunden werden, die eine möglichst niedrige Lärmbelästigung mit den Warnfunktionen für andere Verkehrsteilnehmer und einem emotionalen Feedback für den Fahrer verbindet.

„Gerade weil die Motorengeräusche fehlen, spielt das gesamte Klangbild für die Akzeptanz von Elektroautos eine zentrale Rolle“, beschreibt Dr. Walter Rogg, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH (WRS) die Problematik. „Mit dem Wettbewerb haben wir erreicht, dass sich Kreative spielerisch mit diesem Thema beschäftigen“.

Der Wettstreit um den besten Klang hat aber einen sehr handfesten Hintergrund. Bei Herstellern ist Sounddesign seit geraumer Zeit ein Thema – nicht zuletzt deshalb, weil die EU aus Sicherheitsgründen lautlose Autos nicht zulassen will. Eine entsprechende Verordnung sieht vor, dass nach dem Anfahren ein akustisches Signal vor dem herannahenden Elektrofahrzeug warnt, bis dieses so schnell ist, dass die Rollgeräusche deutlich hörbar sind.