INTERSAFE-2 VW stellt Kreuzungsassistenten vor

Die Volkswagen Konzernforschung hat gemeinsam mit anderen Fahrzeugherstellern innerhalb des von der Europäischen Kommission geförderten Forschungsprojektes INTERSAFE-2 innovative Assistenzsysteme speziell für den Kreuzungsbereich entwickelt: Auf Basis der Fahrzeug-Infrastruktur-Kommunikation werden dabei dem Fahrer nicht nur Informationen über die sichtbare Umgebung, sondern insbesondere auch Informationen über sichtverdeckte Objekte gegeben.

So werden gefährliche Verkehrssituationen automatisch an Kreuzungen erkannt und die adäquate Unterstützung des Fahrers in sicherheitsrelevanten Situationen ermöglicht. Der Fahrer erhält eine gezielte akustische und optische Warnung sowie einen Bremsruck; Verantwortung und Fahrzeugkontrolle verbleiben aber beim Fahrer.

Der von der Volkswagen Konzernforschung aufgebaute Prototyp aus Basis eines Passat CC ist mit fünf speziell für den Kreuzungsbereich entwickelten Assistenzfunktionen ausgestattet; dem Linksabbiege-, Rechtsabbiege-, Überquerungs-, Rotlicht- und Stoppschildassistent. Diese Funktionen warnen den Fahrer im Fall eines Verkehrsverstoßes in drei Eskalationsstufen, zunächst akustisch, dann optisch und schließlich durch einen Bremsruck.

Für den Testbetrieb wurde in Wolfsburg die notwendige Technologie zur Fußgänger- und Fahrzeugerkennung, bestehend aus Laser-Scanner, Infrarotsensoren sowie WLAN als Kommunikationstechnologie installiert. Für einen zukünftigen Kreuzungsassistenten wurde diese Technologie mit speziell ausgerüsteten Prototypenfahrzeugen in den vergangenen Monaten getestet.

Die von der Europäischen Kommission DG-ICT geförderte europäische Forschungsinitiative INTERSAFE-2 steht für „Intersection safety" und ist insgesamt mit einem Budget von 6,5 Mio. Euro ausgestattet. Die europäische Kommission steuert 3,5 Mio. Euro bei, seitens der Industrie werden 3 Mio. Euro erbracht. Projektpartner von INTERSAFE-2 sind: BMW Group, IKA, INRIA, NEC, SWARCO, TRW conekt, VTT, SICK (Projektkoordination), Technische Universität Cluj-Napoca, Volvo Technology, VTT und Volkswagen AG.