Fahrzeug-Displays Vorsicht, Splittergefahr!

Standard-Display nach Aufprall einer Stahlkugel.
Standard-Display nach Aufprall einer Stahlkugel.

Navigations- und Entertainment-Bildschirme mit Glasabdeckung bietet eine ansprechende Haptik und hohe Wertigkeit. Doch bei einem Crash können hunderte Glassplitter durch den Fahrzeuginnenraum geschleudert werden, wie ein aktueller Test zeigt.

Der Spezialglashersteller Schott und der Klebstoffexperte Delo haben untersucht, welches Verhalten komplett verklebte Displays im Vergleich zu konventionellen Displays – bei denen sich Luft zwischen Deckglas und LCD befindet – bei einem Crash zeigen. Dazu führten sie Kopfaufpralltests in Anlehnung an den internationalen Standard ECE R21 durch, bei dem eine 6,8 kg schwere Stahlkugel mit einer Geschwindigkeit von 24,1 km/h auf die Displays aufschlägt.

Bei den Versuchen wurden die Standarddisplays von der Stahlkugel völlig zerstört und hunderte Glassplitter durch die Wucht des Einschlages weggeschleudert. Bei dem komplett verklebten Display zerbricht nur das innen liegende Flüssigkristalldisplay. Das Deckglas dagegen bleibt völlig intakt, was die Insassen vor Schnittverletzungen schützt. Der bruchfeste Deckglas-Verbund aus hochfestem Aluminosilikatglas in Kombination mit speziellen Klebstoffen wurde von Schott und Delo gemeinsam entwickelt. Der Zwischenraum von Display und Deckglas ist mit Klebstoff ausgefüllt. Diese Verklebung erhöht die Widerstandsfähigkeit des Verbundes sowie seine Schwingungs- und Schockfestigkeit.