Sicherheit Volvo testet automatische Kolonnenfahrt

Volvo hat auf seiner Teststrecke in Göteborg mit den ersten Tests für das EU-Projekt SARTRE (Safe Road Trains for Environment) begonnen. Ziel des Projektes, an dem Volvo als einziger Automobilhersteller teilnimmt, ist es, Techniken für das eigenständige Fahren von Autos im Kolonnenverkehr auf Schnellstraßen zu entwickeln.

Das auf drei Jahre ausgelegte Projekt SARTRE wurde vor einem Jahr gestartet. Dabei sollen basierend auf der Kolonnenfahrt Techniken entwickelt werden, die den Verkehrsfluss verbessern, Fahrzeiten verkürzen, Fahrern größeren Komfort bieten, Unfälle verhindern und den Treibstoffverbrauch reduzieren sollen. Das Konsortium wird vom britischen Technologieunternehmens Ricardo UK Ltd. angeführt und besteht aus sieben Partnern, u.a. auch dem Institut für Kraftfahrzeuge der RWTH Aachen.

Im ersten Praxistest wurde nun die notwendige Hardware in zwei Fahrzeuge installiert, eine Fahrzeug-zu-Fahrzeug-Kommunikation implementiert und eine Vielzahl von Sensoren eingebaut. Im laufenden Jahr folgen verschiedene Arbeitsphasen und 2012 soll das Konzept an einer aus fünf Fahrzeugen bestehenden Kolonne vorgeführt werden.

Bei den Versuchen geht es darum, den Einsatz auf öffentlichen Straßen zu ermöglichen, ohne die Straßen selbst oder die Infrastruktur zu verändern. Das Projekt soll aufzeigen, wie der Einsatz von Kolonnen zu Verbesserungen im Hinblick auf Umwelt, Sicherheit und Verkehrsdichte führen kann. Die erwartete Kraftstoffreduzierung bei Kolonnenfahrten auf Schnellstraßen liegt bei 20 Prozent. Sicherheitsvorteile entstehen durch weniger Unfälle, die zum Beispiel durch Unkonzentriertheit oder Übermüdung der Fahrer verursacht werden. Die Frequentierung vorhandener Straßenkapazitäten wird ebenfalls gesteigert, woraus eine Verringerung der Reisezeit resultiert.