Diagnose: Virtueller Werkstatt-Tester

Automobilhersteller müssen im Zuge der Abgasnormen Euro 5 bzw. 6 Zugang zu Reparatur- und Wartungsinformationen gewähren. Dazu eignet sich ein PC-basierter, virtueller Werkstatt-Tester, der die entsprechenden Daten online abruft.

Die Automobilhersteller müssen künftig Einblick in Diagnose-Daten wie Fehler-Codes, Anlernvorgänge, Software- Parameter oder Software-Aktualisierungen gewähren, dürfen dafür aber eine entsprechende Gebühr verlangen. Kleineren bzw. markenunabhängigen Werkstätten bleiben die Alternativen, auf vergleichsweise teuere Original-Tester des jeweiligen OEMs zu setzen oder neue Werkzeuge, wie beispielsweise den virtuellen Werkstatt- Tester der Firma In2Soft (www.in2soft.de) einzusetzen.

Dabei handelt es sich um eine Software, die auf einem gewöhnliche PC oder Notebook läuft und über eine konventionelle Fahrzeugschnittstelle, z.B. J2534 oder Ethernet (Diagnostics over IP), mit dem Fahrzeug verbunden wird. Die entsprechende Funktionsbibliothek bzw. den Treiber (ComLib) erhält die Werkstatt fahrzeugspezifisch vom OEM. Dieser stellt auch ein Internet- Portal bereit, an dem sich der Werkstatt- Tester anmelden kann. Die für die Ausführung der Diagnose-Funktionen benötigten ODX-(OTX-)Daten verbleiben auf dem Server des OEM. Ebenso verbleibt die Wartung bzw. die Pflege der Diagnosedaten beim OEM. Ein ähnlicher Aufbau, bei dem WLAN als Schnittstelle zur Fahrzeugdiagnose verwendet wird, befindet sich bereits in der Erprobungsphase.