Joint-Venture OTA keys Virtueller Schlüsseldienst für Mobilitätsanbieter

OTA keys entwickelt und vertreibt u.a. Fahrzeug-Schlüssel, die drahtlos über das Mobiltelefon übertragen und genutzt werden.
OTA keys entwickelt und vertreibt u.a. Fahrzeug-Schlüssel, die drahtlos über das Mobiltelefon übertragen und genutzt werden.

Continental und der belgische Automobil-Service-Spezialist D’leteren haben das Joint-Venture zur Entwicklung und Durchführung von verschiedenen Car-Sharing-Diensten gegründet. Der größte Produktbereich des neuen Unternehmens OTA keys mit Sitz in Brüssel sind virtuelle Fahrzeug-Schlüssel.

Herzstück des Systems von OTA keys ist der virtuelle Schlüssel im Smartphone. Das Smartphone tauscht diese Daten mit dem Fahrzeug über Near Field Communication (NFC) oder über den energiesparenden Standard Bluetooth Low Energy (BLE) aus. Mit Hilfe einer Smartphone-App bucht der Autofahrer bequem das gewünschte Fahrzeug. Daraufhin schickt OTA keys verschlüsselt einen fälschungssicheren Datensatz an das Mobiltelefon. Der virtuelle Schlüssel wird auf der SIM-Karte des Smartphones gespeichert. Er enthält die Zugangsberechtigung zum gewünschten Fahrzeug. Mit Hilfe des NFC- oder BLE-Standards überträgt das Mobiltelefon die Daten (Authentifizierung, Fahrzeug- und Diagnosedaten und Nutzerprofil) an das Lesegerät im Auto. Dieses kann zum Beispiel in die Fahrzeugtür integriert werden. Ein weiterer Empfänger im Wageninneren verifiziert vor dem Anlassen des Motors den virtuellen Schlüssel im Smartphone und schon kann die Fahrt beginnen.

OTA keys bietet seinen Kunden die notwendige virtuelle Infrastruktur an. Dazu gehört auch eine entsprechend an die Bedürfnisse des Flotten- oder Car-Sharing-Betreibers angepasste „App“ für die Smartphones der Endkunden. Mit dem Dienstprogramm kann der Nutzer die verfügbaren Fahrzeuge finden, auswählen und reservieren. Anschließend könnte das Smartphone sogar die Navigation zum Standort des Wagens übernehmen. Auch ganz spontan lässt sich mit dem OTA keys-Service ein Fahrzeug anmieten: Sobald man sein Mobiltelefon an einen freien Wagen hält, wird nach Prüfung der Verfügbarkeit automatisch ein virtueller Schlüssel auf dem Server generiert und auf das Smartphone übertragen. Im Auto schaltet dieser virtuelle Schlüssel den Wagen frei, die App fragt je nach Programmierung noch einige Eckdaten zum Fahrzeugzustand ab und wird danach zum komfortablen Navigationssystem.

Bewährt hat sich das System von OTA keys bereits. In Toulouse wurde ein entsprechendes Pilotprojekt abgeschlossen und in Monaco nutzt eine erste Car-Sharing-Flotte das System von OTA keys.