Forschungsprojekt SyEnA Verbesserter Entwurfsprozess für intelligente Sensorsysteme

Die ZMD AG aus Dresden und die Einrichtung edacentrum haben im Rahmen des vom BMBF geförderten Projekt SyEnA untersucht, in wie weit sich der Entwurfsprozess von Mixed-Signal-Lösungen verbessert werden kann.

Das Verbundprojekt SyEnA (Syntheseunterstützter Entwurf analoger Schaltungen; Förderkennzeichen 01M3086) wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der Hightech-Strategie der Bundesregierung im Förderprogramm IKT2020 mit ca. 6,8 Mio. Euro gefördert.

Die Ergebnisse des Projekts SyEnA eröffnen in diesem Zusammenhang neuartige und kostengünstige Anwendungsmöglichkeiten für Zukunftstechnologien, beispielsweise bei eCall-Systemen in Fahrzeugen. Wo ein Unfall heute unter Umständen lange unbemerkt bleibt, sorgt das dieses System künftig dafür, dass Hilfe schnell und zielgerichtet erfolgen kann und bei schweren Verletzungen Leben gerettet werden.

Konkret haben Experten im Projekt an neuen Lösungen für den automatisierten Entwurf von elektronischen Systemen gearbeitet, die komplexe Sensorik mit digitalen Schaltungen verbinden. Bisher war insbesondere der Entwicklungsprozess bei derartigen Produkten, die analoge Daten wie Geschwindigkeit oder Temperatur verarbeiten, und aufwändig. Die Ergebnisse von SyEnA vereinfachen und beschleunigen diesen Prozess signifikant und ermöglichen damit die Entwicklung neuartiger und kostengünstiger Produkte. Die durchschnittliche Reduktion des Entwurfsaufwandes beziffern die Experten auf rund 15 Prozent, in Teilbereichen sogar bis zu 95 Prozent. Haupteinsatzgebiet der neuen Entwicklungsprozesse sind zunächst die Automobilelektronik und die Medizintechnik.

Andreas Brüning, Direktor des Technology Office bei ZMD, unterstrich zudem die strategische Bedeutung der Ergebnisse des Projektes: „Die zielgerichtete Förderung des BMBF ermöglicht es deutschen Unternehmen, ihren Innovationsvorsprung bei zentralen technologischen Themen im globalen Wettbewerb zu behaupten und trägt wesentlich zur Standortsicherung der deutschen Halbleiterindustrie bei.“

An dem auf drei Jahre angelegten Forschungsprojekt haben neun Partner aus Forschung und Industrie sowie das edacentrum Hannover beim Projektmanagement mitgewirkt. Neben ZMDI mit Sitz in Dresden als Projektkoordinator waren an dem Projekt beteiligt: DMOS GmbH, Fraunhofer IIS/EAS, Infineon Technologies AG, IMMS GmbH, Northrop Grumman LITEF GmbH, Melexis GmbH, MunEDA GmbH und Robert Bosch GmbH. Darüber hinaus haben die folgenden vier Unterauftragnehmer mitgewirkt: IP-Gen Microelectronics GmbH, TU Ilmenau, Uni Frankfurt a. M. und TU Dresden.