Schwankender Chip-Riese Toyota-Konsortium soll Renesas retten

Der japanische Halbleiterhersteller Renesas soll von Toyota gerettet werden. Offenbar plant der Autobauer um Konzernchef Akio Toyoda, mit weiteren Firmen bei Rensas einzusteigen. Ziel sei es, den US-Finanzinvestor KKR auszustechen.

Ein Konsortium japanischer Unternehmen um den Autobauer Toyota plant offenbar ein Rettungspaket für den Halbleiterkonzern Renesas. Konkret soll ein Angebot über umgerechnet rund 1,5 Mrd. Euro für einen Kontrollanteil an dem weltweit führenden Hersteller von Mikrocontrollern für die Autoindustrie im Gespräch sein. Ziel sei es, eine Offerte des US-Finanzinvestors KKR über rund 1 Mrd. Euro auszustechen.

Es sei zudem möglich, dass das Konsortium dem deutschen Autozulieferer Bosch und anderen ausländischen Firmen anbietet, sich an dem Vorhaben zu beteiligen.

Wie die japanische Wirtschaftszeitung Nikkei berichtet, sollen dem Konsortium neben Toyota und dem Investor Fonds Innovation Network auch Nissan, Honda, Canon, Panasonic und Fanuc sowie die Autozulieferer Denso und Keihin angehören - allesamt Firmen, denen durch eine Renesas-Pleite ein potentieller Lieferstop drohen würde. Die Unternehmen hätten Angst, dass KKR Renesas zerschlagen würde und damit die Chip-Lieferungen gefährdet seien.

Renesas hat im vergangenen Jahr erneut einen hohen Verlust hinnehmen müssen. Im Rahmen eines Restrukturierungsprogramms baut Renesas weltweit 12.000 Arbeitsplätze ab und plant den Verkauf der Hälfte seiner 19 Werke in Japan.