Radar-Technik SUCCESS: Low-Cost-Radar im 120-GHz-Bereich

Ein von der EU gefördertes Projekt beschäftigt sich mit der Entwicklung von Bauelementen und Methoden für Low-Cost-Radaranwendungen, beispielsweise um Fahrwerksbewegungen zu messen oder die Ultraschallsensoren in Einparkhilfen zu ersetzen.

Das SUCCESS-Konsortium (Silicon-based Ultra Compact Cost-Efficient System design for mm wave Sensors) hat sich das Ziel zur Aufgabe gesetzt, Radartechnik in hochvolumige Anwendungen zu überführen. Die Hauptgründe die derzeit dagegen sprechen sind die vergleichsweise hohen Gehäusekosten, die noch nicht zufriedenstellende Systemintegration sowie der hohe Testaufwand.

Die beteiligen Firmen wollen deshalb an diesen drei Themen arbeiten und zunächst, basierend auf Plastik-SMT-Gehäusen ein spezielles System-in-Package (SiP) entwickeln. Darin soll ein in BiCMOS-Technologie gefertiger SiGe-Baustein inklusive einer Flächenantenne untergebracht werden. Gleichzeitig wird an einem SoC (System-on-Chip) gearbeitet, der sowohl den Basisband-Prozessor als auch das Radar-Frontend enthält.

Um den Testaufwand zu senken, sollen zusätzlich neue Methoden, sowohl für den Built-in-self-test als auch den Test des SiP entwickelt werden.

SUCCESS wird von der EU mit 4,5 Mio. Euro über einen Zeitraum von drei Jahren gefördert. Beteiligt sind aus Deutschalnd die IHP GmbH, die Robert Bosch GmbH, das Karlsruhe Institut of Technology und die Silicon Radar GmbH. Aus anderen Ländern wird das Konsortium ebenfalls unterstützt, und zwar von STMicroelectronics (Frankreich), Selmic (Finnland), Hightec MC AG (Schweiz), Evatronic (Polen) sowie der University of Toronto (Kanada).