Eröffnung Stuttgarter Fahrsimulator für höhere Sicherheit von Hybrid- und Elektrofahrzeugen

Am Institut für Verbrennungsmotoren und Kraftfahrwesen der Universität Stuttgart und am Forschungsinstitut für Kraftfahrwesen und Fahrzeugmotoren Stuttgart wurde mit dem Fahrsimulator eine leistungsstarke Anlage zur Erforschung und Entwicklung intelligenter Fahrerassistenzsysteme und zur Sicherheitsoptimierung von HEVs und Fahrzeugen mit konventionellem Antrieb eröffnet.

Der Fahrsimulator wurde sowohl für die öffentliche Forschung als auch für Verbundprojekte mit der Automobilindustrie konzipiert. Das können beispielsweise Konzeptstudien und virtuelle Erprobung von Anzeige- und Bedienkonzepten für Kfz, die Akzeptanzanalyse anhand von Probandenstudien mit Normalfahrern, die Entwicklung von Assistenzsystemen für Elektrofahrzeuge oder die gefahrlose Erprobung moderner Regelungs- und Assistenzsysteme sein. Seine Finanzierung erfolgte mit Fördermitteln des Bundesministerium für Bildung und Forschung (ca. 3,0 Mio. Euro) und des Ministeriums für Wissenschaft und Kunst Baden-Württemberg (ca. 1,8 Mio. Euro). Hinzu kamen Mittel aus dem Konjunkturpaket 2 (1,25 Mio. Euro) und Eigenmittel des FKFS (1,0 Mio. Euro).

Um Fahrzeugbewegungen realistisch nachzustellen, verfügt der Fahrsimulator über ein Acht-Achsen-Bewegungssystem mit einem 10 m x 7 m Bewegungsraum, der zur Darstellung kombinierter Längs- und Querbeschleunigungen dient. Ein aufgesetzter Hexapod ermöglicht die Nachbildung von Hub-, Nick-, Wank- und Gierbewegungen. Durch ein Fahrzeugwechselsystem lassen sich komplette, geringfügig modifizierte Vorserien- oder Serienfahrzeuge in den Simulator einbringen. Die Simulationsumgebung ist modular aufgebaut, so dass sie durch weitere Funktionen oder aber auch kommerzielle Produkte ergänzt werden kann.

In der Simulationskuppel wird mit 12 Projektoren ein hoch auflösendes Rundumbild projiziert. Dabei lassen sich Straßen, Landschaften, Gebäude und Verkehrsteilnehmer in hoher Qualität darstellen. Ein Geräuschsimulationssystem sorgt dafür, dass die eigenen Geräusche und die anderer Fahrzeuge räumlich nachgebildet werden. Vibrationsgeneratoren ermöglichen die taktile Wahrnehmung von Schwingungen.

Für den Fahrsimulator wurde am Institut für Verbrennungsmotoren und Kraftfahrwesen der Universität Stuttgart ein zweigeschossiger Anbau erstellt.  

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Fahrsimulator

Eröffnung Fahrsimulator Uni Stuttgart