Testphase erfolgreich beendet Start frei für ersten europäischen Hyperloop

Das Start-up Hardt Hyerloop hat eine Spurwechseltechnik für den europäischen Schnellzug präsentiert.
Das Start-up Hardt Hyerloop hat eine Spurwechseltechnik für den europäischen Schnellzug präsentiert.

Von München nach Berlin in unter einer Stunde – ist das möglich? Ja, sagen die Erfinder des Hyperloops. Der nächste Schritt ist nun erfolgt.

Elon Musk gilt als Initiator der Hyperloop-Idee. Dabei rast eine Beförderungskapsel mit hoher Geschwindigkeit durch eine Röhre – und das sehr energiesparend. Nach Musk sind mehrere Erfinder und Entwickler auf den Zug  aufgesprungen, in Europa forscht unter anderem die EIT InnoEnergy am Hyperloop-Projekt. Das Unternehmen für nachhaltige Energien wird vom Europäischen Innovations- und Technologieinstitut (EIT) unterstützt. Gemeinsam mit dem Start-up Hardt Hyperloop wurde eine zweijährige Testphase für den europäischen Schnellzug durchgeführt, die nun erfolgreich beendet wurde.

Einfache Spurwechsel

Doch was genau wurde in den letzten zwei Jahre getestet? In der ersten Testphase ging es um grundlegende Techniken: magnetisches Schweben, Niederdruckumgebungen, Antriebssystem, Simulation von Fracht- und Passagierbeförderung und Spurwechsel.

Hardt Hyperloop testete außerdem erfolgreich die Hyperloop-Lane-Switch-Technik (HLS). Dank der Spurwechseltechnik können die Kapseln ganz einfach die Fahrbahn wechseln, ohne dass zusätzliche Komponenten nötig sind. So können die Beförderungskabinen das Netz befahren, es verlassen und bei Routenänderungen ihre hohe Geschwindigkeit beibehalten. Mit dem erfolgreichen Abschluss der Tests beginnt nun eine neues Testprojekt: das Europäische Hyperloop-Programm.

Teststrecke in Planung

Im nächsten Schritt soll eine drei Kilometer lange Teststrecke gebaut werden. Auf ihr sollen kooperierende Hyperloop-Unternehmen ihre Kapseln bei Hochgeschwindigkeit testen. Außerdem soll mit der Teststrecke der Weg zu einer standardisierten Hyperloop-Infrastruktur und -Technik geebnet werden.