Einfacher und kostengünstiger Datenaustausch mit LIN Serielle Bussysteme im Automobil III

Literatur und Links:

Für den Einstieg in den seriellen Datenaustausch im Automobil bietet die Vector Academy [7] die eintägige Schulung „Serielle Bussysteme im Automobil“ an. Grundlagenschulungen zu CAN, LIN, FlexRay und MOST vermitteln das notwendige Basiswissen, um sich schnell mit den vielfältigen Entwicklungstätigkeiten rund um die Automobilelektronik vertraut zu machen.

Die ersten beiden Teile dieser Beitragsreihe befassten sich mit dem seriellen Datenaustausch im Automobil [8] und mit CAN [9]. In zwei folgenden Beiträgen werden die seriellen Bussysteme FlexRay und MOST behandelt. Der interessierte Leser findet zu den bereits veröffentlichten Themen auf der Internetseite der Vector Academy [7] ergänzende und vertiefende Informationen in Form von E-Books.


[1] www.lin-subbus.org
[2] LIN Specification Package Revision 2.1
[3] Road vehicles – Diagnostics on Controller Area Network (CAN) – Part 2: Network layer services. International Standard ISO 15765-2.4, Issue 4, 2002-06-21.
[4] Road vehicles – Diagnostics on controller area network (CAN) – Part 3: Implementation of diagnostic services. International Standard ISO 15765-3.5, Issue 5, 2002-12-12.
[5] Road vehicles – Diagnostic systems – Part 1: Diagnostic services. International Standard ISO 14229-1.6, Issue 6, 2001-02-22.
[6] www.vector-informatik.de
[7] www.vector-academy.de
[8] Mayer, E.: Serielle Bussysteme im Automobil – Teil 1: Architektur, Aufgaben und Vorteile. Electronic automotive 2006, H. 7, S. 70 bis 73.
[9] Mayer, E.: Datenkommunikation im Automobil – Teil 2: Sicherer Datenaustausch mit CAN. Electronic automotive 2006, H. 8, S. 34 bis 37.

Dipl.-Ing., Dipl.-Techpaed. Eugen Mayer
hat nach der Berufsausbildung zum Kommunikationselektroniker an der FH Ravensburg/ Weingarten Elektronik und an der Universität Stuttgart Elektrotechnik und Berufspädagogik studiert. Er arbeitet seit 1999 bei der Vector Informatik und ist dort als Senior Trainer tätig.
eugen.mayer@vector-informatik.de

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Die LIN-Spezifikation definiert ein Statusmanagement und ein Netzwerkmanagement. Das Statusmanagement schreibt den LIN-Slaves vor, dass sie dem LIN-Master erkannte Übertragungsfehler wie Paritäts- oder Checksummenfehler anzuzeigen haben. Dazu dient ein Response Error Signal in einem Unconditional Frame (Status Frame), das allerdings keine weiteren Informationen über die Art des Fehlers enthält. Die LIN-Spezifikation enthält keine Definitionen zur Fehlerbehandlung, sondern überlässt diese Aufgabe dem Anwender.

Das LIN-Netzwerkmanagement regelt in erster Linie den Übergang aller Slaves eines LIN-Clusters vom normalen Kommunikationszustand (Operational) in den Sleep-Zustand und umgekehrt (Bild 5). Erkennen die LIN-Slaves für vier Sekunden keine Busaktivität, wechseln sie vom Operational-Zustand in den Sleep-Zustand. Dasselbe bewirkt ein Sleep-Kommando vom LIN-Master, bei dem es sich um einen speziellen Master Request Frame handelt.

Umgekehrt wechselt ein LIN-Slave vom Sleep- über den Initialisierungs- in den Operational-Zustand, wenn er ein Wake-up-Signal, gefolgt von einem gültigen Header erkennt. Das Wake-up-Signal besteht aus einem dominanten Puls von mindestens 250 Mikrosekunden und höchstens 5 Millisekunden Dauer und kann von jedem LIN-Knoten gesendet werden. Die LIN-Spezifikation schreibt eine maximale Initialisierungsphase von 100 Millisekunden vor, das heißt, der LIN-Master muss spätestens nach dieser Zeitspanne mit der Abarbeitung der LIN-Schedule beginnen. Bleibt er passiv, sendet der entsprechende LIN-Slave ein weiteres Wake-up-Signal. Die Anzahl von und der zeitliche Abstand zwischen den Wiederholungen sowie Time Outs sind in der Spezifikation festgelegt.