Teil 2: Sicherer Datenaustausch mit CAN Serielle Bussysteme im Automobil II

Forderung nach Echtzeit-Fähigkeit und hoher Datenübertragungsrate überlastet CAN

Noch bis vor einigen Jahren war CAN die am meisten gefragte Bustechnik im Automobil. Mit voranschreitender Elektronifizierung stößt CAN zunehmend an seine Grenzen. Speziell bei echtzeit-kritischen und höchst sicherheits-kritischen Kfz-Anwendungen, die zudem eine hohe Datenübertragungsrate erfordern wie beispielsweise das Fahrerassistenzsystem „Lane Keeping Assistance“, kommen zunehmend neue Techniken zum Einsatz, aber auch in kostensensitiven Komfortanwendungen stellen die Fahrzeugentwickler den CAN-Bus in Frage.

Deswegen haben sich im Laufe der Zeit neben CAN zwei andere Busse für den Einsatz im Automobil etabliert oder sind auf dem besten Wege dorthin: LIN und FlexRay. LIN (Local Interconnected Network) wird bereits zur kostengünstigen Vernetzung von Sensoren und Aktoren im Komfortbereich eingesetzt. FlexRay ist aufgrund der zeitgesteuerten Kommunikationsmethode, einer Datenrate von bis zu 20 Mbit/s und der Möglichkeit, auf zwei Kommunikationskanälen zu senden, auf dem Vormarsch. Zum weltweit ersten Serieneinsatz kommt FlexRay im neuen BMW X5 in einem aktiven Dämpferkontrollsystem.

Zuverlässige Steuergerätevernetzung

Die Spezialisten der Vector Informatik [3] unterstützen Fahrzeughersteller und -zulieferer nicht nur bei der CAN-Vernetzung, sondern auch bei den Bussystemen LIN, FlexRay und MOST. Für Kundenprojekte sind durchgängige Werkzeugketten aus Design- und Entwicklungstools wahlweise mit Softwarekomponenten und Basissoftware für AUTOSAR-Steuergeräte verfügbar. Für den Einstieg in die Steuergerätevernetzung bzw. den Datenaustausch im Automobil bietet das Stuttgarter Unternehmen das eintägige Seminar „Serielle Bussysteme im Automobil“ an. Grundlagenseminare zu CAN, LIN, FlexRay und MOST vermitteln das notwendige Basiswissen, um sich schnell mit den vielfältigen Entwicklungstätigkeiten rund um die Automobilelektronik vertraut zu machen [4].

Der erste Teil dieser Beitragsreihe [5] befasste sich allgemein mit seriellen Bussystemen im Automobil. In den Folgen drei bis fünf werden die seriellen Bussysteme LIN, FlexRay und MOST behandelt. Der interessierte Leser findet zu den bereits veröffentlichten Themen auf der Internetseite der VectorAcademy [4] ergänzende und vertiefende Informationen.

Literatur und Links:


[1] www.can.bosch.com
[2] Unruh, J.; Mathony, H. J.; Kaiser, K.H: Error Detection Analysis of Automotive Communication Protocols. SAE International Congress 1990.
[3] www.vector-informatik.de
[4] www.vector-academy.de
[5] Mayer, E. Datenkommunikation im Automobil. Teil 1: Architektur, Aufgaben und Vorteile serieller Bussysteme. Elektronik Automotive 2006, H. 7, S. 70 bis 73.

Dipl.-Ing., Dipl.-Techpaed. Eugen Mayer
hat nach der Berufsausbildung zum Kommunikationselektroniker an der FH Ravensburg/ Weingarten Elektronik und an der Universität Stuttgart Elektrotechnik und Berufspädagogik studiert. Er arbeitet seit 1999 bei der Vector Informatik und ist dort als Senior Trainer tätig.
eugen.mayer@vector-informatik.de

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