Schweden fördert Investitionen im heimischen Automotive-Markt

Die staatliche Invest in Sweden Agency (ISA) ist jetzt in München vertreten und wird ausländische Investitionen in den schwedischen Automotive-Markt fördern. Zum Repräsentanten wurde Thomas Winkler ernannt.

Am Vorabend des VDI-Kongresses »Elektronik im Kraftfahrzeug« in Baden-Baden gab die ISA die Eröffnung der Münchener Repräsentanz bekannt. Die schwedische Behörde unterstützt potentielle Investoren mit vielfältigen kostenlosen Maßnahmen. Sie vermittelt interessierten Unternehmen detaillierte Informationen zum Standort, hilft bei der Auswahl von Partnern und Übernahmekandidaten und organisiert Zusammenkünfte. Gezielt leistet die ISA Hilfestellung bei der Firmengründung, berät bei der Wahl der Rechtsform und schafft Zugang zu einem Netzwerk von Anwälten, Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern.

Laut ISA können Firmen mit einer Investition in Schweden ihre Chancen auf dem schwedischen Automotive-Markt mit seinen großen OEMs wie Saab, Scania und Volvo verbessern. Sie profitieren von den Entwicklungen der Automotive- und Telecom-Industrie und können das Potential hochqualifizierter Ingenieure nutzen.

Thomas Winkler (39, Diplomingenieur, MBA) ist seit 10 Jahren auf dem europäischen Elektronikmarkt tätig. Zuletzt war er als Geschäftsführer für Zentraleuropa bei der schwedischen Softwarefirma ENEA sowie als Geschäftsführer bei der Messegesellschaft Mesago tätig. Bei der ISA wird er potentielle Investoren bei der Etablierung Ihrer Geschäfte betreuen. »Ein Engagement auf einem neuen Markt ist immer mit Fragen verbunden. Durch die Zusammenarbeit mit ISA wird das Risiko kalkulierbarer und viele Unklarheiten können im Vorfeld beantwortet werden«, äußert sich Winkler.

Robert Karlsson, Head of Automotive ISA, sieht für deutsche Unternehmen einen kombinierten Vorteil vor allem dadurch, daß die »schwedischen OEMs wie Volvo Car, Saab Automobile, Volvo Truck und Scania Truck ... gemeinsam mit den Tier-1-Zulieferern Autoliv oder Haldex anspruchsvolle Kunden« repräsentieren, »speziell wenn es um Safety, Elektronische Systeme, Software, Telematik und Umwelttechnologien geht. Diese kompromisslosen Anforderungen haben das schwedische Automotive-Cluster an die Weltspitze in diesen Technologiefeldern und Prozessen geführt. Gepaart mit den im Vergleich zu Deutschland günstigen Kosten für Ingenieure« ergeben sich so nach Einschätzung Karlssons attraktive Investitionsmöglichkeiten.