»Full-Flex Werk« von Daimler in Ungarn Produktion aller Aufbau- und Antriebsvarianten in einem Werk

Zur Grundsteinlegung für das zweite Werk in Kecskemét trafen sich Vertreter aus Politik und Wirtschaft (von links nach rechts): Christian Wolff, Péter Szijjártó (Außenminister von Ungarn), Markus Schäfer und Klaudia Szemereyné Pataki (Bürgermeisterin der Stadt Kecskemét).
Zur Grundsteinlegung für das zweite Werk in Kecskemét trafen sich Vertreter aus Politik und Wirtschaft (von links nach rechts): Christian Wolff, Péter Szijjártó (Außenminister von Ungarn), Markus Schäfer und Klaudia Szemereyné Pataki (Bürgermeisterin der Stadt Kecskemét).

Daimler entwickelt die Smart Factory weiter und investiert in das erste europäische »Full-Flex Werk« innerhalb des globalen Produktionsnetzwerks. In dem ungarischen Werk werden verschiedenste Aufbau- und Antriebsvarianten flexibel hergestellt.

Daimler startet im ungarischen Kecskemét den Bau des ersten »Full-Flex Werks«. Das Unternehmen investiert eine Milliarde Euro und schafft in Ungarn mehr als 2.500 neue Arbeitsplätze. Das »Full-Flex Werk« ist der nächste Schritt des Automobilherstellers auf dem Weg zur smarten Produktion und baut auf der im Februar vorgestellten »Factory 56« auf – digitalisiert, nachhaltig und auf den Menschen ausgerichtet.

Das neue Pkw-Werk in Kecskemét verfügt über eine CO2-neutrale Energieversorgung und besteht auf einer bebauten Fläche von 382.033 m2 aus Presswerk, Rohbau, Oberflächenbearbeitung und Montage. Mit der Produktionsstätte schafft das Unternehmen die technischen Voraussetzungen für die flexible Produktion der Fahrzeuge der Zukunft – für verschiedenste Aufbau- und Antriebsvarianten. Die Produktion soll Anfang des nächsten Jahrzehnts starten.

Moderne Produktionstechniken

Bereits in der Planungsphase wird das »Full-Flex Werk« digital abgebildet und optimiert. Ein neues Presswerk, der Karosserie-Rohbau, die Oberflächenbearbeitung und ein flexibles Montagesystem für zukünftige Anforderungen schaffen mit Industrie 4.0 die Voraussetzungen für eine flexible Produktion unabhängig der Fahrzeugarchitektur und Antriebsform.

Die Produktion basiert dabei auf den Vorgaben der »Lean Production« und beinhaltet ein Werkslayout mit kurzen Wegen und Durchlaufzeiten – für mehr Effizienz. Das umfasst sowohl die Mensch-Maschinen-Kooperationen als auch digital unterstützte Prozesse inklusive der Arbeitsorganisation sowie Logistik und Qualitätssicherung.

Bereits vom ersten Bauteil an ist die Produktionssequenz definiert. Im Rohbau lassen sich die einzelnen Stationen flexibel kombinieren – dadurch können unterschiedliche Derivate einer Baureihe gleichzeitig gefertigt werden.

Integriert werden auch moderne Logistik-Konzepte. In den Kommissionierzonen werden moderne Techniken wie »Pick-by-Light« oder »Pick-by-Voice« eingesetzt. Bei »Pick-by-Light« werden dem Kommissionierer die zuzuteilenden Artikel und Mengen über eine direkt am Entnahmefach angeordnete Anzeige übermittelt. Bei »Pick-by-voice« werden die Aufträge vom Lagerverwaltungssystem mittels Funk direkt an den Mitarbeiter kommuniziert.