Elektromobilität für den breiten Markt Produktinnovationen und neue Partnerschaften sind gefordert

Sensorik

Die umgebenden Sensoren sind in erste Linie dafür verantwortlich, die Rotorposition und die Temperatur des Motors zu messen. Die Funktionssicherheit bezüglich der Temperatur kann am einfachsten mit Redundanz gewährleistet werden. Für die Positionsmessung bei Traktionsmotoren wird meist ein Resolver eingesetzt. Dabei wird der Sensor über ein hochfrequentes Signal stimuliert. Die zwei Ausgänge liefern einen modulierten Sinus- und Cosinus-Wert der Position. Die Signalverarbeitung kann auf der Steuerungsplatine durchgeführt werden. In diesem Fall erfolgt die Diagnose möglicher Fehler vom Sensor, den Zuleitungen oder am Steckverbinder ebenfalls dort. Eine mögliche Konsistenzprüfung hilft bei der Verifizierung der Kohärenz zwischen Sinus- und Cosinus-Wert. Aufgrund der Kosten wird derzeit nach Alternativen zum Einsatz eines Resolvers gesucht; betrachtet werden u.a. iGMR-Winkelsensoren, Hall-Sensoren und elektromagnetische Pole-Wheel-Sensoren. Mit diesen neuen Technologien könnte dann ein intelligenter Sensor mit Signalverarbeitung, Diagnose und Überwachung realisiert werden. Sie könnten dann auch Erfassungsdiversität integrieren und die Datenfusion sowie eine Plausibilitätsprüfung durchführen.

Inverter, Motoren und Batterien sind wesentliche Komponenten für den Erfolg der Elektromobilität. Eine Systemoptimierung kann nur durch interdisziplinäre Zusammenarbeit erreicht werden. Die notwendigen Innovationen sind dabei nicht nur technischer Art, sondern erfordern in gleichem Maße auch eine neue Definition in der Wertschöpfungskette sowie neue Partnerschaften und Geschäftsmodelle.