Preisdruck auf Kfz-ICs hält an

Von einem »signifikanten Preisverfall« bei Kfz-Chips spricht Michael Hannawald, Senior Manager Projekt Management Automotive Business Group NEC Electronics Europe.

Wie schon 2006 werde sich auch 2007 der generelle Preisdruck auf aktuell produzierte Bauteile fortsetzen, »bei der Vergabe neuer Projekte nimmt er nahezu abenteuerliche Größenordnungen an«. Auf die Einsicht der ECU-Hersteller und der OEMs werde hier »nicht zu hoffen sein, es sei denn, dass sich der massive Preisdruck mittelfristig bei dem ein oder anderen HL-Hersteller in reduzierter Qualität ausdrückt«, prognostiziert Hannwald.

Eventuell entstehe dann ein Umdenkprozess, dass die Folgekosten schlechter Qualität ein deutlich höheres Kosteneinsparpotential darstellten, als die Einsparung, »die vermeintlich durch den niedriegsten Produktpreis erzielt wurde«. Für die Zukunft erwartet NEC, dass der Kfz-HL-Markt weiterhin wie derzeit wachsen wird. Einen regelrechten Boom wird es nach Ansicht von Hannawald nur in Applikationsbereichen geben, die von einem niedrigen Stückzahlniveau starten und somit in der Gesamtbetrachtung kurzfristig, also vor 2010/2011, erst einmal »keine signifikante Rolle« spielen werden.