Touchscreen-Controller Multitouch-Gestensteuerung auch mit Handschuhen

Mit den mXT768E- und mXT540E-Bausteinen aus der maXTouch-Produktfamilie hat Atmel Touchscreen-Controller für Automotive-Anwendungen entwickelt, die Vorteile, wie eine uneingeschränkte Touch-Identifikation, schnelle Reaktionszeit, hohe Präzision, Robustheit und eine niedrige Stromaufnahme mitbringen.

Die ICs kommen für  5- bis 10-Zoll-Touchscreens im Fahrzeug sowie für in Mittelkonsolen-Displays benutzte Touchpads, Navigationssysteme, Radio-HMI-Schnittstellen und Fond-Entertainment-Systeme zum Einsatz. Der Hersteller erweitert damit den von maXTouch unterstützten Bereich von Consumer- und industriellen um Automobil-Applikationen.

Automotive-spezifische Embedded-Funktionen der beiden ICs mXT768E und mXT540E sind vollständig für Automobil-Anwendungen qualifiziert (Klasse 2, AEC-Q100-konform). Sie können im Temperaturbereich von -40 bis +105°C betrieben werden. Darüber hinaus erfüllen sie bestimmte Anforderungen, die für Designs im Automobilbereich notwendig sind. Dazu zählt beispielsweise die Unterstützung ungeschirmter Sensoren.

Dank der Automotive-qualifizierten maXTouch-ICs lassen sich einlagige Sensoren verwenden anstelle von doppel- oder sogar dreilagigen Sensoren. Herkömmliche Touch-Controller sind nicht in der Lage, LCD-Rauschen zu verarbeiten, so dass eine Abschirmung notwendig ist, um Spannungseinkoppelungen zu verhindern. Atmels maXTouch-ICs zeichnen sich durch eine hohe Störfestigkeit aus, so dass Abschirmungen nicht notwendig sind. So sind Designs mit einlagigen Sensoren möglich, was für einen dünneren Aufbau sorgt und damit die Systemkomplexität minimiert sowie die Gesamtkosten und den Stromverbrauch senkt.

Aufgrund ihres hohen SNR von 80:1 eignen sich die Controller für Umgebungen mit starken Störungen. Weil nur ein hoher SNR-Wert das Erkennen von Berührungen des Touchscreens durch Handschuhe ermöglicht, sorgen die Bausteine für den Betrieb von Automotive-Touchscreens auch mit Handschuhen.

Der mXT768E und mXT540E integriert auch die Berechnung von Ein- und Zweifinger-Gesten sowie Nachberechnungs-Algorithmen zur Entfernung unbeabsichtigter Berührungen. Benutzer können Mehrfingergesten durchführen, wie das Zusammenführen oder Spreizen der Finger, während unbeabsichtigte Berührungen, beispielsweise eine auf dem Bildschirm ruhende Hand, klassifiziert und zurückgewiesen werden.