MOST – Fit für neue Applikationen

Das Infotainment-Netzwerk MOST hat seit seiner ersten Serieneinführung 2001 eine große Verbreitung erfahren. Seitdem wurden sowohl die Standardisierung weiter vorangetrieben als auch die technischen Eigenschaften des Netzwerks verbessert. Schwerpunkte hierbei waren neben einer Kapselung kritischer Netzwerkfunktionen die effiziente Übertragung von Video- und Ethernetdaten sowie die Erhöhung der Bandbreite. Das neue MOST150-Netzwerk stellt eine Bandbreite von 150 Mbit/s bereit. Daneben sind zusätzlich neue Datentypen und Übertragungsmechanismen verfügbar.

Das Infotainment-Netzwerk MOST hat seit seiner ersten Serieneinführung 2001 eine große Verbreitung erfahren. Seitdem wurden sowohl die Standardisierung weiter vorangetrieben als auch die technischen Eigenschaften des Netzwerks verbessert. Schwerpunkte hierbei waren neben einer Kapselung kritischer Netzwerkfunktionen die effiziente Übertragung von Video- und Ethernetdaten sowie die Erhöhung der Bandbreite. Das neue MOST150-Netzwerk stellt eine Bandbreite von 150 Mbit/s bereit. Daneben sind zusätzlich neue Datentypen und Übertragungsmechanismen verfügbar.

INHALT:
Neue INIC-Architektur vereinfacht Entwicklung MOST-fähiger Geräte
Synchrone Datenübertragung reduziert Overhead
Sychrone und isochrone Kanäle bieten maximale Flexibilität
Videoübertragung über MOST
Ethernet-Kanal für IP-basierte Kommunikation
Hintergrund-Informationen zu MOST
Hintergrund-Informationen zu MediaLB
Literatur
Autor

Das Multimedianetzwerk MOST (Media Oriented Systems Transport) wurde auf Basis polymer-optischer Faser (POF) für die Automobilindustrie entwickelt. Während die erste Generation (MOST- 25) noch eine Bandbreite von etwa 25 Mbit/s aufwies, stellt die neueste Generation (MOST150) eine Bandbreite von etwa 150 Mbit/s bereit, welche durch die synchrone Architektur des Netzwerks mit einem hohen Wirkungsgrad genutzt werden kann. MOST150 wird – wie auch die Versionen MOST25 und MOST50 – von der zweiten Generation der Intelligent Network Interface Controller (INIC) unterstützt.

Ende 2002 wurde eine neue Architektur für MOST-Netzwerk-Interface- Controller vorgestellt. Verkörpert wird diese neue Architektur im INIC. Dabei werden große Teile des Netzwerktreibers auf dem Netzwerk-Interface-Controller integriert (Bild 1).

Dies betrifft insbesondere die zeitkritischen und die leistungshungrigen Teile des Netzwerktreibers. Damit ist der INIC selbst schon ein voll funktionsfähiger, selbstständiger Netzwerkknoten, der die fundamentalen Netzwerkfunktionen ohne Interaktion mit einer Applikation bedienen kann. Dies erlaubt stabile und fehlertolerante (robuste) Implementierungen und eine Kapselung der netzwerkspezifischen Funktionen.

INIC stellt eine nachrichtenbasierte Schnittstelle bereit, die so genannte INIC-API. Diese funktionale Schnittstelle ist durch einen MOST-Funktionsblock (FBlock INIC) gekapselt. Der Funktionsblock enthält alle Eigenschaften, Methoden und Events, die zur Konfigurierung des INIC oder zum Starten des Netzwerkes notwendig sind.

Neue INIC-Architektur vereinfacht Entwicklung MOST-fähiger Geräte

Die Entwicklung von MOST-fähigen Geräten wird durch einen neuen Partitionierungsansatz erheblich vereinfacht Bild 2). Grundlage dieses Partitionierungsansatzes ist die INIC-Architektur. Auf dieser Architektur basierende Bausteine sind sowohl für MOST25 als auch für MOST50 und MOST150 verfügbar.

Die INIC-Architektur sowie die MOST-NetServices (die verbleibende Treibersoftware mit der entsprechenden API) stellen eine einfach zu integrierende Software-Schnittstelle zur Anwendung zur Verfügung. Dies und die damit einhergehende Abstraktion macht die Migration von existierenden MOST-Geräten auf ein Netzwerk höherer Bandbreite oder ein anderes physikalisches Übertragungsmedium sehr einfach. Die Anbindung des INIC an applikationsbezogene Bausteine und damit an die eigentliche Applikation erfolgt über generische Schnittstellen wie z.B. I2S und I2C sowie über MediaLB – eine flexible und leistungsstarke serielle Schnittstelle, die alle im MOSTStandard definierten Datenformate übertragen kann. Die MOSTNetServices sind zusammen mit einem hardware-nahen Treiber für die Schnittstellen auf einem externen Host-Controller (EHC) implementiert. Die MOST-NetServices nutzen ihrerseits die INIC-API.

Die MOST-NetServices ermöglichen den Zugang zu allen Daten- Transportmechanismen auf einem MOST-Netzwerk und stellen gleichzeitig die Kompatibilität zu den Spezifikationen der MOST-Cooperation sicher. Da alle Funktionen als Teil einer Bibliothek verfügbar sind, können sie nach Bedarf verwendet werden. MOSTFunktionsblöcke können recht einfach auf Applikationsebene hinzugefügt werden. Diese Funktionsblöcke repräsentieren die Funktionalität der jeweiligen Anwendungen (wie beispielsweise FM-Radio oder DVD-Spieler).