Sicherheit Mit dem Elektrofahrzeug zum TÜV

Wie die Hauptuntersuchung bei Elektrofahrzeugen durchzuführen ist, wird derzeit vom TÜV Süd untersucht.

Die ersten Elektrofahrzeuge sind auf Deutschlands Straßen unterwegs. Wie mit diesen Fahrzeugen im Rahmen der regelmäßig fälligen Hauptuntersuchung umgegangen werden muss, hat jetzt der TÜV Süd an vier Mini E untersucht.

Was sind die Herausforderungen, wenn Elektrofahrzeuge zukünftig zur Hauptuntersuchung müssen? Welche zusätzlichen Prüfschritte erfordern der Elektro- und Hybridantrieb im Vergleich zum Verbrennungsmotor? Welche Standards müssen im Interesse der Verkehrssicherheit entwickelt werden? Diese Fragen will der TÜV Süd in den kommenden Monaten beantworten. Deshalb wurden nun die ersten Elektrofahrzeuge vom Typ Mini E im Rahmen eines Pilotversuchs einer Hauptuntersuchung unterzogen.

Das größte Augenmerk bei der HU an E-Autos gilt der Hochvolt-Technologie. Eine wichtige Orientierungshilfe dafür bietet die europäische Prüfnorm für elektrische Sicherheit, die bei der Homologation von Elektro-Fahrzeugen zu beachten ist. Geregelt ist dort zum Beispiel die Absicherung und Kennzeichnung aller stromführenden Teile oder die Kennzeichnung der Betriebsbereitschaft oder des Ladevorgangs.

Bei der künftigen Hauptuntersuchung müssen alle verbauten Sicherheits- und Kontrollsysteme geprüft werden. Dazu gehören neben Kabelsträngen, Steckverbindungen und Isolierungen auch die Eigendiagnose. Wie schon bei neueren Fahrzeugen üblich, die sicherheitsrelevante elektronische Systeme, wie etwa ESP und Aktivlenkung, verbaut haben, spielt sowohl die Verifizierung der Funktionsfähigkeit dieser Systeme als auch die Plausibilitätsprüfung der Anzeigen bordeigener Kontrollsysteme bei Elektrofahrzeugen eine große Rolle.

Einer der wichtigsten Punkte bei der Sicherheit der Elektrofahrzeuge ist der Schutz der Fahrgäste und anderer Verkehrsteilnehmer vor elektrischen Gefahren durch eine intakte Isolation. Diese wird aus Sicht der TÜV-Experten ein wichtiger Prüfpflichtpunkt.