Mikrocontroller erhöht den Manipulationsschutz

Infineon hat die 32-bit-Mikrocontroller der Audo-Max-Familie mit einer Security-Hardware ausgestattet. Die neuen Controller der „Audo Max SHE“-Serie schützen damit vor unerlaubten Manipulationsversuchen, beispielsweise beim Chip-Tuning von Motoren.

Integriert in Motorsteuergeräte schützen die Audo-Max-SHE-Controller so besser vor Haftungsansprüchen, wie es vom Arbeitskreis Security der Hersteller-Initiative Software (HIS) gefordert wurde. Infineon hat in die Mikrocontroller daraufhin monolithisch einen sicheren Schlüsselspeicher, der ohne Zugangsberechtigung nicht ausgelesen werden kann, integriert. Gegenüber einer Lösung mit externen Sicherheits-Chips besteht der Vorteil, dass die Kommunikation nicht über externe Bussysteme läuft, die abgehört werden können.

Zudem haben die Audo Max SHE ein kryptografisches Modul, das Zugangs-Codes mit bis zu 128 bit verschlüsselt. Ergänzt wird SHE durch eine Reihe von Hardware-Funktionen, die u.a. das unrechtmäßige Auslesen und Verändern der Applikations-Software verhindern oder Steuergeräte im Systemverbund identifizieren. Über die Funktion Secure-Boot ist außerdem sichergestellt, dass während des Boot-Vorgangs nur die Original-Software geladen wird.

Die Mikrocontroller-Familie Audo Max mit SHE-Erweiterung besteht derzeit aus drei Produkten mit jeweils 4 Mbyte Flash-Speicher, jedoch unterschiedlicher Taktfrequenz und Gehäusevariante: TC1798 (300 MHz, BGA516), TC1793 (270 MHz, BGA416) und TC1791 (240 MHz, BGA-92). Alle sind in Musterstückzahlen verfügbar.