Microchip vs. Forschung: Wie sicher ist Keeloq?

Das Keeloq-Sicherheitssystem des Herstellers Microchip, das unter anderem in Wegfahrsperren von Fahrzeugen zum Einsatz kommt, geriet vor kurzem in die Schlagzeilen: Einem Forscherteam war es nach eigenen Angaben gelungen, den Algorithmus zu knacken. Ihr Fazit: Der Diebstahl eines mit Keeloq gesicherten Autos ist möglich.

Nach Bekanntwerden dieser Meldung klinkte sich Microchip in die aufkommende Diskussion über die Sicherheit von Keeloq ein. Das Unternehmen bestätigte, dass es Kryptographie-Experten der Universität Leuven in Belgien gelungen war, den Algorithmus von Keeloq zu knacken. Dennoch sei die Behauptung falsch, dass mit den Ergebnissen der Forscher tatsächlich Autos geknackt werden könnten.

Was den Forschern noch zum Universalschlüssel für Automarken wie z.B. Fiat, Volkswagen, Jaguar oder Chrysler fehlt, wollte Microchip allerdings nicht verraten, denn »eine öffentliche Diskussion über das Knacken von Sicherheitssystemen in Fahrzeugen wäre sicher nicht im Interesse unserer Kunden« - so das Unternehmen.

Weiter argumentiert Microchip, dass das, was Kryptographie-Experten in einem theoretischen Umfeld gelungen war, in der Praxis so nicht möglich sei. Den Kunden bleibt da nur die Hoffnung, dass im Falle der Forscher aus Leuven wissenschaftliche Qualitäten nicht mit krimineller Energie einhergehen. Sonst wird es bald so sein, wie die Forscher in ihrem Paper vorhersagen: »Alle Kryptographen werden bald teure Autos fahren«.

Kunden mit Fragen zur Sicherheit von Keeloq verweist Microchip auf ihre lokalen Vertriebspartner. Eine Liste der Distributoren finden Sie unter www.microchip.com/sales.