Meilenstein der Car-2-Car-Kommunikation

Zum zweiten Mal veranstaltete das Car2Car-Communication-Consortium auf dem Opel-Testgelände in Dudenhofen ein Forum, um Funktionen und das bisher Erreichte für eine herstellerübergreifende Car-2-x-Kommunikation zu demonstrieren.

Einer der Meilensteine, der auf dem Forum präsentiert wurde, war die Frequenzzuteilung (Frequenzbereich 5,875 bis 5,905 GHz) für Europa durch die EU. Diese Zuteilung, da waren sich die teilnehmenden neun OEMs und 5 Zulieferer einig, ist die Basis für eine interoperable Car-2-x-Kommunikation in naher Zukunft.

Auf dem Testzentrum in Dudenhofen zeigten die Beteiligten Fahrzeughersteller (Audi, BMW, Daimler, Fiat, Honda, Opel, Renault, Volvo und Volkswagen) mit Autos, Lkws und Motorrädern vier Verkehrsituationen, so genannte »Use Cases«, in denen Car-2-x-Kommunikation den Fahrer unterstützt. Die vier Testszenarien im Einzelnen:

  • Warnung vor Gefahrensituation (Motorrad an Kreuzung)
  • Baustelle
  • liegen gebliebenes Fahrzeug
  • Warnung vor einem Einsatzfahrzeug

Hier unsere Bildergalerie zu den vier Use Cases bei der Live-Demonstration in Dudenhofen:

Auf Basis des Physical Layers von WLAN vernetzt Car-to-x-Kommunikation Autos per Funk untereinander und mit der Straßeninfrastruktur. Dies ermöglicht die frühzeitige Information über potenzielle Gefahrensituationen im Straßenverkehr. Um diese Technologie flächendeckend einsetzen und ausschöpfen zu können, müssen zwei Vorraussetzungen erfüllt sein: Eine gemeinsame technologische Basis und einheitliche Funkfrequenz.

Mit der Freigabe des 5,9-GHz-Frequenzbands für Car-to-x-Anwendungen ist in Europa - wie bereits in Japan und den USA - ein Meilenstein zur Standardisierung erreicht. »Eine Zusammenarbeit in Europa, wie wir sie bisher nicht hatten«, resümierte Rudolf Mietzner, General Manager des Car2Car Communication Consortiums. »Da haben wir in Europa den anderen Regionen was voraus, und das trotz verschiedener Sprachen und Mentalitäten. Aber die Technologie steht noch am Anfang - wir sind zwar schon sehr leistungsfähig, aber immer noch im Prototypen-Stadium«.