Leoni passt Jahresziele an und startet Aktienrückkauf

Leoni reduziert die für das Geschäftsjahr 2008 gesetzten Ziele bei Umsatz und EBIT. Außerdem will Leoni eigene Aktien in Höhe von 10 Prozent des Grundkapitals zurückkaufen.

Der Vorstand erwartet nunmehr einen Umsatz von 2,9 Mrd. Euro (bislang: 3 Mrd. Euro) und ein EBIT von 110 bis 120 Mio. Euro (bislang: ca. 140 Mio. Euro). Wesentlicher Grund für die Prognoseänderung ist, dass die Bordnetzsparte von einem deutlich schwächeren 4. Quartal ausgeht: Es ist zu befürchten, dass die Automobilindustrie zusätzlich zu den bereits in den letzten zwei Wochen angekündigten Drosselungen bzw. Aussetzungen der Produktion weitere Kürzungen vornehmen wird. Spürbare Absatzrückgänge sind nunmehr auch in der Draht- und Kabelsparte, nämlich bei Automobilleitungen und Anschlussleitungen für Hausgeräteindustrie, zu verzeichnen.

Neben den fehlenden Deckungsbeiträgen, die aus dem reduzierten Umsatz resultieren, muss aufgrund des in den letzten Wochen stark gefallenen Kupferpreises (zuletzt rund 4 Euro pro Kilo) in der Draht- und Kabelsparte mit einem Abwertungsbedarf bei Lagerbeständen zum Stichtag (31.12.2008) gerechnet werden. Dies führt ebenfalls zu der Reduzierung der EBIT-Prognose.

Als Reaktion darauf, passt Leoni ihre flexiblen Produktionsprozesse von Bordnetzen, die ausschließlich an Standorten außerhalb Deutschlands gefertigt werden, an die geänderten Bedingungen an. Der Anpassungsbedarf wird jedoch abgemildert, da für Anfang 2009 ein Kapazitätsaufbau für neu anlaufende Pkw-Projekte notwendig ist.